Hilfsmittel Mathematik 1 SS09

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Exponentialfunktionen und Lineare Regression [Igor Geiger]

Bei der Analyse von Algorithmen zur Bestimmung des Mittleren Aufwandes ,für eine bestimmte Anzahl an Eingabegrößen,die von der Anwendung des Algorithmus abhängt,tritt eine Punktmenge im Kartesischen Koordinatesystem auf,die exponentiäl beschrieben werden kann. In realen Meßungen ergibt sich aber meistens eine verworfene Punktmenge die einer Exponentialfunktion angenährt werden kann.Jedoch lässt sich anhand dieser Kurve der durchschnittliche Aufwand des Algorithmus nicht exakt bestimmen da man dazu einen exakten Anstieg braucht bzw eine exakte Funktion. Dazu würd die entstandene Punktmenge in ein Kartesiches Koordinatensystem mit einer logarithmischen y-Achse überführt.

Daher was 1 in der Normalen y-Achse wahr,ist jetzt 10 in der neuen Achse,den der Logarithmus zur Basis 10 von 10 ist 1 usw.

Darstellung von T(n)=10*2^n im neuen System nach Gnuplot. Im Normalen System würde dies der Logarithmierung der ursprünglichen Funktion entsprechen:

T(n)=log(T(n)) =log(2)*n+log(10)

Darstellung von T(n)=10*2^n im logarithmischen System:

Gnuplot-Diagramm

Desweiteren hat sich gezeigt das es viel einfacher ist eine Gerade im dargestellten Logarithmischen Koordinatensystem anhand der eingetragenen Punkte zu verlegen als eine Exponentialfunktion im normalen Koordinatensystem zu bestimmen.

Die mathematische Methode zur Bestimmung einer Geraden im logarithmischen Koordinatensystem,anhand der verstreuten Messpunkte,nennt man Lineare Regression. Die Gerade f(n)=a*n+b soll so bestimmt werden das der maximale Abstand zwischen der Geraden und den Messpunkten möglichst klein wird.

Mathematische Vorgehensweise:

max|T(n)-(a*n+b)|->minimal

Da es für jeden Messpunkt gelten muß,würd die gesuchte Funktion als Summe der Abstände der einzelnen Messpunkte dargestellt:

\sum_{n}|T(n)-(a*n+b)|->minimal

Von der entstandenen Funktion wird aber zur Bestimmung des Minimums die erste Ableitung benötigt jedoch ist die Betragsfunktion an der Stelle x=0 nicht stetig differenzierbar. Dazu Quadriert man sie nach der Methode der kleinsten Fehlerquadrate von Gauss,dadurch wird sie Differenzierbar aber die Suche nach dem Minimum wird dadurch nicht beeinflußt.


\sum_{n}(T(n)-(a*n+b))^{2}->minimal

Für das Minimum muß die erste Ableitung der obigen Funktion Null gesetzt werden.

f'(x)=0

Da man aber das Minimum nach a und b haben will muß man auch jeweils nach a und b ableiten.

Ableitung nach a:

2*\sum_{i=1}^{r}(T(i)-a*i-b)(-i)->0

Ableitung nach b:

2*\sum_{i=1}^{r}(T(i)-a*i-b)(-1)->0

Durch Vereinfachung erhält man die sogennante Normalengleichung:


a*\sum_{i=1}^{r}i^{2}+b*\sum_{i=1}^{r}i=\sum_{i=1}^{r}i+T(i)


a*\sum_{i=1}^{r}i+r*b=\sum_{i=1}^{r}i=\sum_{i=1}^{r}T(i)

Durch weiteres Umstellen nach a bzw. b erhält man die gewünschten Parameter für die Regresionsgerade.

Umformung nach a:


a*\sum_{i=1}^{r}i+r*b=\sum_{i=1}^{r}i=\sum_{i=1}^{r}T(i)


r*b=\sum_{i=1}^{r}T(i)-a*\sum_{i=1}^{r}i


b=\frac{\sum_{i=1}^{r}T(i)-a*\sum_{i=1}^{r}i}{r}


a*\sum_{i=1}^{r}i^{2}+(\frac{\sum_{i=1}^{r}T(i)-a*\sum_{i=1}^{r}i}{r})\sum_{i=1}^{r}i =\sum_{i=1}^{r}i*T(i) \frac{r*a*\sum_{i=1}^{r}i^{2}+\sum_{i=1}^{r}i(\sum_{i=1}^{r}T(i)-a*\sum_{i=1}^{r}i)}{r}=\sum_{i=1}^{r}i*T(i)

Polynomfunktion

Ein Graph wird zur Gerade wenn beide Achsen logarithmisch eingestellt sind.
Bei Funtionen folgender Gestalt:

  • T(n) = c*n^k, k \geq 1

Diese Funtion kann weiter beschrieben werden als:

  • T(n) = c_1*n^{k_1} + c_2*n^{k_2} + ... + c_i*n^{k_i}

Daraus ergibt sich folgender Funktionsgraph mit normaler Achseneinteilung für:
* 2*n^{12}+10*x^2+1234*x

Gnuplot-Diagramm

Dieser Graph ist keine Gerade, deshalb müssen wir die logarithmische Achseneinteilung für x-Achse und y-Achse wählen um auf das gewünschte Ergebnis zu kommen.
Funktionsgraph mit logarithmischer Achseneinteilung:

Gnuplot-Diagramm

Geht man bei der obrigen Abbildung non einer Geraden aus erhält man einen Schnittpunkt mit der y-Achse für n=1 wegen log1 = 0

Zum ersten Beispiel zurück zu kommen:

Gnuplot-Diagramm

Bei diesen Graphen handelt es sich um keine Gerade weil eine Summe gebildet wird. Schließlich kann man davon ausgehen das nicht bei jeder Funktion eine Gerade ensteht.