Vorlesung 4 Lemke
Inhaltsverzeichnis |
Übungsaufgabe S. 11
Beispiel Ermittlung x und y aus z
Kreativaufgabe S. 15
Aufzählfunktion für semi-entscheidbare Menge
Achtung, dieser Code funktioniert nur auf UNIX-Systemen.
Übungsaufgabe S. 26
Beweis Wenn die Menge M entscheidbar ist, dann ist M aufzählbar
- entscheidbar: Es gibt eine totale, berechenbare charakteristische Funktion, die für jedes Wort aus der Wortmenge A* entscheidet, ob es in der Menge M ist oder nicht.
- aufzählbar: Es gibt eine totale, berechenbare surjektive Funktion, die die natürlichen Zahlen auf alle Elemente aus M abbildet
Zu zeigen: Wenn M entscheidbar, dann M aufzählbar
Wir haben also eine Menge M, von der wir wissen, dass sie berechenbar ist. Das heißt, es gibt eine charakteristische Funktion, die uns für jedes beliebige Wort aus A* ein wahr oder falsch zurückgibt, je nachdem, ob das Wort in M ist oder nicht.
Wir können nun eine Aufzählfunktion konstruieren. Diese totale, berechenbare, surjektive Funktion muss die natürlichen Zahlen auf die Elemente von M abbilden. Anders gesagt, für jede natürliche Zahl generiert sie ein dazugehöriges Element von M, wir können mit ihr die gesamte Menge generieren.
Mithilfe der vorhandenen charakteristischen Funktion können wir folgende Aufzählfunktion schreiben:
Somit haben wir bewiesen, dass wir aus der Eigenschaft der Entscheidbarkeit ableiten können, dass eine Menge auch aufzählbar ist.
Nun ist auch zu zeigen, dass das Umgekehrte auch nicht gilt. D.h. wir können nicht schlussfolgern, dass eine beliebige Menge entscheidbar ist, wenn wir wissen, dass sie aufzählbar ist.
An dieser Stelle können wir auf den zuvor gebrachten Beweis (S. 2-13) verweisen. Hier hatten wir gezeigt, dass jede aufzählbare Menge auch semi-entscheidbar ist und jede semi-entscheidbare auch aufzählbar. Dadurch, dass hier die Semi-Entscheidbarkeit schon ausreicht, können wir nicht die Entscheidbarkeit aus der Aufzählbarkeit einer Menge folgern.
