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Angriffe auf Webbrowser

Popular_browser_logos.jpg
Webbrowser sind als Tor zum World Wide Web fast auf jedem System, dass einen Internetzugang hat, installiert. Es sind komplexe Anwendungen, die dafür zuständig sind, die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten des WWWs für den Nutzer erreichbar zu machen. Aufgrund der großen Komplexität der Anwendungen und oftmals auch dem Fehlverhalten der Nutzer im WWW sind Webbrowser besonders anfällig auf Adware, Phishing-Attacken, Malware oder anderer Schadsoftware.

Arten

Ein Webbrowser kann verschiedenen Arten von Angriffen ausgesetzt sein. Hier sind einige Beispiele aufgelistet.

  • Phishing
  • Weitergeleitete Webseiten aus Spam Emails
  • Adware


Phishing_1.png

Adware_1.jpg

Zwei typische und sehr offensichtliche Darstellungen von Adware, die den User darauf hinweisen wollen, sein System mit möglichst einem Klick zu vermeintlich zu "schützen" (links) oder ihn mit einem garantierten Gewinn zu belohnen (rechts).

Folgen

Die Folgen für den User, wenn er einem Angriff ausgesetzt wurde, können sehr unterschiedlich sein.

Schädliche Codes die durch Adware auf das System des Users gelangen, belästigen ihn meist mit Werbeanzeigen und regeln die Rechenleistung herunter. Malware kann durch Adware das System infizieren. Diese Malware späht nach vertraulichen Daten des Users, verschlüsselt Dateien oder legt das gesamte System lahm.

Ist der User Opfer einer Phishing-Attacke geworden, so können die Folgen jedoch weitaus schlimmer sein. Wurden PIN, Kreditkartennummer oder Passwörter auf einer vermeintlichen Banking-Startseite eingegeben, die sich als Phishing Seite entpuppt, so können beispielsweise Bestellungen über Accounts des Users getätigt werden

Schutzmaßnahmen

Der User kann auf verschiedene Weise einen Teil dazu beitragen, dass der verwendete Webbrowser möglichst vor Angriffen geschützt bleibt. Nicht jeder Webseite sollte vertraut werden und nicht jeder Klick auf einen Downloadbutton führt zum Herunterladen der gewünschten Datei. Es sollte mit einer gewissen Vorsicht und Achtsamkeit gehandelt werden, wenn man im Netz unterwegs ist. Auf diese Weise kann schon ein großer Teil der Schadsoftware vom System des Users abgehalten werden. Es klingt vielleicht zunächst sehr einfach, aber vorschnelles Handeln und Unachtsamkeit kann von Werbeanzeigen und falschen Downloadlinks schnell ausgenutzt werden, um schädliche Codes auf dem System einzuspeisen.

Ein anderer Weg sich zu schützen, ist indem man möglichst verbreitete und aktuelle Browser nutzt (Google Chrome, Mozilla Firefox, Opera), welche dadurch schon in gewisser Weise gegen viele Angriffe "abgehärtet" sind. Außerdem ist es empfehlenswert ein Antivirusprogramm installiert zu haben, dass auch den Webbrowser auf mögliche Angriffe untersucht. Um den Schutz zusätzlich zu steigern, vor allem bevor man eine Webseite besucht, die nicht sehr vertrauenswürdig erscheint, kann man auf Online-Portale zurückgreifen, die überprüfen, ob und inwieweit Gefahren von einer Webseite ausgehen. Ein Beispiel dafür ist das Online-Antivirus Portal virustotal.com.

Ist der User bereits einem Angriff ausgesetzt, kann er mit speziellen "Adware Cleaner" Anwendungen, wie AdwCleaner das System bereinigen.