Grundbegriffe der Graphentheorie 2

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Inhaltsverzeichnis

Maik Geier, Anna Bremensztul

Die Wiederholung

Was bedeutet die Begriffe Graphentheorie und Graph?

  • Die Graphentheorie ist ein Teilgebiet der Mathematik, das die Eigenschaften von Graphen und ihre Beziehungen zueinander untersucht.
    Ein Graph besteht aus einer Menge von Punkten (Knoten,Ecken) zwischen denen Linien(Kanten, Bögen) verlaufen.


Wo konnen wir die verschiedene Graphen benutzen?

„In der Mathematik ist die Kunst des Fragestellens öfter gebräuchlich als die des Lösens!“

  • Verkehrswege zwischen Städten – kürzeste Wege
  • Transportwege mit Kapazitäten – maximale Flüsse
  • Zugmöglichkeiten in Spielen – Gewinnstrategien
  • Beispiele dafur sind auch die Netzwerke(Verkehr, Daten), Datenstrukturen oder Rechnerarchitektur.


    S3anbrem_1.png


    Frank und Ralf haben Vollstaendige Graphen vorgestellt.
    S3anbrem_123456a.JPG


    Wir moechten heute andere Typen von Graphen vorstellen.
    1. Bipartite Graphen.
    2. Gerichtete Graphen und Multigraphen
    3. Bewertete Graphen
    4. Bäume und Wälder
    5. Gozinto-Graphen

    Bipartite Graphen(2-Teiliger Graph)

    Ein bipartiter oder paarer Graph ist ein mathematisches Modell für Beziehungen zwischen den Elementen zweier Mengen.
    Es eignet sich sehr gut zur Untersuchung von Zuordnungsproblemen. Des Weiteren lassen sich für bipartite Graphen viele Grapheneigenschaften mit deutlich weniger Aufwand berechnen als dies im allgemeinen Fall möglich ist.

    S3anbrem_1234.JPG

    Definitionen

    Ein Graph G=(V,E) (V Menge der Knoten, E Menge der Kanten) heißt bipartit,wenn man seine Knoten so in zwei Teilmengen V1 und V2 aufteilen kann, das gilt:

    • V1 und V2 besitzen keine gemeinsames Element (disjunkt) und ergeben zusammen alle Ecken
    • Kanten verlaufen immer nur von einer Teilmenge zur Anderen, zwischen den Knoten innerhalb beider Teilmengen verlaufen keine Kanten

    Der Graph G heißt vollständig bipartit, falls eine Bipartition V1 zu V2 existiert, sodass jeder Knoten aus V1 mit jedem Knoten aus V2 verbunden ist. Einen solchen Graphen bezeichnet man auch als K_{m,n}, wobei m und n jeweils die Anzahl der Knoten von V1 und V2 sind. Ein vollständig bipartiter Graph, bei dem m=1 oder n=1 ist, heißt Sterngraph.


    S3anbrem_1b2.jpg S3anbrem_11.jpg

    Beispiel 1

    In einem Dorf gibt es drei Häuser und drei Brunnen. Jedes der Häuser soll nun mit jedem der Brunnen durch einen Weg verbunden werden. Modelliert man dieses Problem mithilfe eines Graphen.

    S3anbrem_123.JPG
    • Dieser Graph kommt auch als sogenannter GEW-Graph vor. Dieser Name basiert auf einer äquivalenten Realisierung des Problems mit drei mit drei Häusern und Werken für Gas, Elektrizität und Wasser.
    • Die Menge der 6 Knoten lässt sich in 2 Teilmengen einteilen: die Häuser und die Brunnen. Dazwischen werden Kanten gezeichnet, aber innerhalb der Teilmengen finden sich keine Kanten: Kein Haus soll etwa mit einem anderen verbundenwerden.

    Kantenanzahl des vollständigen bipartiten Graphen

    S3anbrem_123456789.JPG

    Eigenschaften

    • Ein Graph ist genau dann bipartit, wenn es keinen aus einer ungeraden Anzahl von Kanten bestehenden geschlossenen Weg gibt.

    • Bei einem zusammenhaengenden bipartiten Graphen ist die Zerlegung V=S u T eindeutig bestimmt.
    • Ist G=(V,E) bipartit mit V = S u T , so gilt:

      Bei einem aus einer geraden Anzahl von Kanten bestehenden Weg gehoeren Start- und Endpunkt zur selben Menge S oder T, bei einem aus einer ungeraden Anzahl von Kanten bestehenden Weg gehoeren Start- und Endpunkt zu verschiedenen Mengen.


    Der n-partiteGraph

    S3anbrem_1c.JPG

    Ubung

    Gerichtete Graphen

    Die Abbildung zeigt einen ungerichteten Graph , da alle Kanten ungerichtet sind und gerichteten Graph ,da alle Kanten gerichtet sind, d.h. nur in einer Richtung befahrbar.

    S3anbrem_2a2.jpg

    Zu jedem ungerichteten Graphen G sind auf diese Weise verschiedene gerichtete Graphen assoziiert. Der Graph K1 etwa, als ungerichteter Graph eindeutig bestimmt,kann auf verschiedene Weise zu einem gerichteten Graphen gemacht werden; aus kombinatorischen Gründen ergibt sich, dass es genau acht solche zu K1 assoziierte gerichtete Graphen geben kann, denn jede der drei Kanten kann als Pfeil in zwei Richtungen orientiert sein. Alle bisher eingeführten Begriffe können auf gerichtete Graphen ausgedehnt werden.

    Definition

    Ein gerichteter Graph G = (V, E) hat eine endliche Menge V von Knoten und eine Menge E gerichteter Kanten, mit E ⊆ V × V.

    Die Kantenmenge E ist eine 2-stellige Relation über V. Beispiel: V = {a, b, c, d} E = {(a, b), (a, c), (a, d), (b, b), (b, c), (d, b), (d, c)}

    S3anbrem_2b2.jpg

    Eine Kante wird als (v, u) oder v -> u notiert. Eine Kante (v, v) heißt Schleife oder Schlinge.
    Die Definition von Graphen schränkt ein auf
    • endliche Graphen mit endlichen Knotenmengen,
    • einfache Kanten:
    + eine Kante verbindet nicht mehr als zwei Knoten,
    + zwischen zwei Knoten gibt es höchstens eine Kante


    Multigraphen

    Beim ältesten aller Graphentheorieprobleme,tauchen auf natürliche Weise Mehrfachkanten auf, da es vorkommt, dass es zwischen zwei Landteilen zwei verschiedene Brücken gibt. Immer wenn es bei einem Graphen zwei oder mehr unterscheidbare Möglichkeiten gibt, auf die zwei Knoten verbunden werden können, spricht man von einem Multigraphen . Um die Graphen im Sinne auch von den Multigraphen abzugrenzen, wird manchmal der Begriff schlichter oder einfacher Graph verwendet.

    S3anbrem_3a.jpg

    Ein Multigraph ist ein Graph, der Mehrfachkanten und Schleifen enthalten darf.
    Sei G = (V, E) Multigraph. Seien U, W Knotenteilmengen mit U, W 6= ∅ und V = U ∪˙ W.
    (U, W) := { {u, w} | {u, w} ∈ E, u ∈ U, w ∈ W } heißt Cut.

    Zusammenfassung

    Multigraph: Es kann mehr als eine Kante zwischen denselben Knoten geben.

    Bibliografie

    André Krischke, Helge Röpcke - Graphen und Netzwerktheorie

    http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Typen_von_Graphen_in_der_Graphentheorie.html#Wichtige_spezielle_Graphen

    https://de.wikipedia.org/wiki/Graphentheorie
    http://www2.cs.uni-paderborn.de/cs/ag-klbue/de/courses/ws09/model/folien/kb-graphen.pdf
    http://wvsg.schulen2.regensburg.de/joomla/images/Faecher/Informatik/Informatik_11/informatik_11_3_1_Einfache%20Graphen.html
    http://www14.in.tum.de/lehre/2010WS/ds/2011-02-01.pdf
    https://www2.informatik.hu-berlin.de/alkox/lehre/lvss03/ti03/vl1507.pdf