Vorlesung 1

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Inhaltsverzeichnis

Indirekter Beweis

Aufgabe 1

Beweisen Sie indirekt, dass x eine gerade Zahl ist, wenn x^2 eine gerade Zahl ist. Wobei x \in{\mathbb N}.

z.z. Wenn x^2 gerade, dann x gerade. x \in{\mathbb N}

Annahme: Wenn x^2 gerade, dann x ungerade.

Beiweis

A = x^2 ist gerade

B = x ist gerade

AB\overline{A}\overline{B}A \Rightarrow BA \Rightarrow \overline{B}\neg(A \Rightarrow B)Info
| WWFFWFFfällt weg, weil \overline{B} falsch
| WFFWFWW
| FWWFWWFfällt weg, weil A falsch
| FFWWWWFfällt weg, weil A falsch

In der zweiten Zeile wird der Widerspruch deutlich:

Sowohl die Annahme A \Rightarrow \overline{B} (x ist ungerade, wenn x^2 gerade ist)

als auch die Aussage \neg(A \Rightarrow B) (Wenn x^2 nicht gerade ist, dann ist x nicht gerade.)

sind wahr. Damit wäre x gleichzeitig gerade und ungerade, wenn x^2 eine gerade Zahl ist.

Damit ist die Annahme falsch und bewiesen, dass x eine gerade Zahl ist, wenn x^2 eine gerade Zahl ist.

Aufgabe 2 und 3

2) Beweisen Sie die Aussage, wonach aus der Gültigkeit der Aussagen A \Rightarrow B, B \Rightarrow C und \overline{C} die

Gültigkeiten von \overline{A} und \overline{B} folgen. Stellen Sie den Sachverhalt in einer Wahrheitstafel dar.

3) Was kann man aus der Gültigkeit von A und B schließen, wenn bekannt ist, dass A \Rightarrow B, B \Rightarrow C und C gelten?

Verwenden Sie die Tafel aus Aufgabe 2.

ZeileABC\overline{A}\overline{B}\overline{C}A \Rightarrow BB \Rightarrow C23
| 1WWWFFFWWx
| 2WWFFFWWF
| 3WFWFWFFW
| 4WFFFWWFW
| 5FWWWFFWWx
| 6FWFWFWWF
| 7FFWWWFWWx
| 8FFFWWWWWx

Lösung Aufgabe 2:

Nur in Zeile 8 gelten sowohl A \Rightarrow B, B \Rightarrow C und \overline{C}.

Damit geht einher, dass dort \overline{A} und \overline{B} gelten.

Lösung Aufgabe 3:

In den Zeilen 1,5 und 7 sind die Aussagen A \Rightarrow B, B \Rightarrow C und C gültig.

Die daraus folgenden Gültigkeiten für A und B sind folgende:

  • A und B sind gültig
  • A gilt nicht, aber B gilt
  • A und B gelten beide nicht

Daraus folgt, dass es den Fall A gilt, aber B gilt nicht, nicht geben kann.

Äquivalenzrelationen

Aufgabe: Wiederholen Sie die Eigenschaften von Aquivalenzrelationen und geben Sie ein Beispiel an.

Äquivalenzrelationen besitzen drei Eigenschaften:

  • Reflexivität a \sim a (Jedes Objekt ist zu sich selbst äquivalent.)
  • Symmetrie a \sim b \Rightarrow b \sim a (Wenn a äquivalent zu b ist, dann ist auch b äquivalent zu a.)
  • Transitivität a \sim b und b \sim c \Rightarrow a \sim c (Wenn a äquivalent zu b und b äquivalent zu c ist, dann ist auch a äquivalent zu c.)

Beispiel

Bücheridentifikation anhand der ISBN-Nummern

  • reflexiv: Ein Buch hat genau eine ISBN, die sich nicht ändert und eindeutig ist. Daher hat ein Buch a die gleiche ISBN wie Buch a.
  • symmetrisch: Wenn Buch a die gleiche ISBN wie Buch b hat, dann hat auch Buch b die gleiche ISBN wie Buch a.
  • transitiv: Wenn Buch a die gleiche ISBN wie Buch b hat und Buch b die gleiche ISBN wie Buch c hat, hat auch Buch a die gleiche ISBN wie Buch c.