BuK-KA-Durchschnittsmenge
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Aufgabenstellung
Weisen Sie nach, dass die Durchschittsmenge (Schnittmenge) zweier aufzählbarer Mengen M_{1},M_{2} \subseteq A^{*} eine aufzählbare Menge ist. Implementieren Sie eine zugehörige Scheme-Repräsentation.
Satz
Die Durchschnittsmenge M_{1} \cap M_{2} zweier aufzählbarer Mengen M_{1},M_{2} \subseteq A^{*} ist eine aufzählbare Menge.
Beweis 1
Gegeben sind die surjektiven, berechenbaren Funktionen f: \N \rightarrow M_{1} \text{ und } g: \N \rightarrow M_{2} . Gesucht ist eine surjektive, berechenbare Aufzählfunktion h: \N \rightarrow M_{1} \cap M_{2} .
Es werden folgende zwei Fälle unterschieden:
- M_{1} \cap M_{2} = \emptyset
- M_{1} \cap M_{2} \neq \emptyset
Da M_{1} \cap M_{2} nur eine leere oder eine nichtleere Menge sein kann, ist diese Fallunterscheidung vollständig.
- Fall 1
- M_{1} \cap M_{2} ist aufzählbar.
- Fall 2
- Wir definieren die Aufzählfunktion h: \N \rightarrow M_{1} \cap M_{2} mit
- h ist berechenbar, da f und g für alle natürlichzahligen Argumente berechenbar sind. Auch ist die Umkehrung der cantorschen Paarungsfunktion \pi_{i}(x,y) für alle i \in \N berechenbar. \square
Beweis 2
Gegeben sind die surjektiven, berechenbaren Funktionen f: \N \rightarrow M_{1} \text{ und } g: \N \rightarrow M_{2} . Gesucht ist eine surjektive, berechenbare Aufzählfunktion h: \N \rightarrow M_{1} \cap M_{2} .
Analog zum ersten Beweis werden die folgenden zwei Fälle unterschieden:
- M_{1} \cap M_{2} = \emptyset
- M_{1} \cap M_{2} \neq \emptyset
Da M_{1} \cap M_{2} nur eine leere oder eine nichtleere Menge sein kann, ist diese Fallunterscheidung vollständig.
- Fall 1
- M_{1} \cap M_{2} ist aufzählbar.
- Fall 2
- Wir definieren zwei nichtleere, endliche Mengen F = \big\{f(j),\:j = 0,1,\dotsc,i \big\} \text{ und } G = \big\{g(j),\:j = 0,1,\dotsc,i \big\} .
- Die Aufzählfunktion h definert sich nun aus
- h ist berechenbar, da f und g für alle natürlichzahligen Argumente berechenbar sind. Außerdem sind F und G sind endliche Mengen und daher entscheidbar. \square
Implementierung
Die Herausforderung bei der Implemtierung der Aufzählungsfunktion h ergibt sich aus den Vergleichen, da die Reihenfolgen der Mengen M_{1} \text{ und } M_{2} verschieden seien können. Dem kann durch zwei Pools entgegengewirkt werden, welche je Menge die Elemente aufbehalten, welche noch zu keinem erfolgreichen Vergleich führten.