BuK-KA-RADO-Funktion
RADO-Funktion
\Sigma(n) bezeichnet die maximale Anzahl von Einsen (nicht unbedingt aufeinander folgend), die eine haltende TM über \{1\}^* und n Zustanden zzgl. eines Haltezustands auf ein anfangs leeres Band schreiben kann. Die Kopfposition am Ende der Berechnung spielt (im Gegensatz zur sonstigen Vereinbarung) keine Rolle.
Einige Funktionswerte: \Sigma(1) = 1; \Sigma(2) = 4; \Sigma(3) = 6; \Sigma(4) = 13; \Sigma(5) \geq 4098.
Eigenschaften der RADO-Funktion
1. \Sigma(n) < \Sigma(n+1)
2. Für alle n gilt f(n) \leq \Sigma(n+k)
Lemma 2
Wenn f eine Turing-berechenbare Funktion ist, dann existiert eine TM M_f mit k Zuständen. Es gilt f(n) \leq \Sigma(n+k) für alle n.
\Sigma(k) schreibt maximal viele Einsen und n Einsen kommen durch Vorschalten von n Zuständen hinzu, da f auf n Einsen angesetzt wird.
\Sigma(n+k) hinterlässt mindestens so viele Einsen auf dem Band, wie M_f(n).
Lemma 3
Wenn f,g berechenbar, dann auch "g nach f" (Beweis: Kopplung von Turing-Maschinen)
Beweis
z.z.: \Sigma ist nicht berechenbar
Annahme: \Sigma ist berechenbar.
Dann gibt es für b, mit b(n) = \Sigma(2n) eine Turing-Maschine M_b mit k Zuständen.
Laut Lemma 2 gilt:
b(n) \leq \Sigma(n+k), wobei b(n) = \Sigma(2n). Das heisst \Sigma(2n) \leq \Sigma(n+k).
Für ein spezielles n, mit n = k+1 ergibt sich \Sigma(2k+2) \leq \Sigma(2k+1).
Laut Lemma 1 gilt:
\Sigma(2k+2) > \Sigma(2k+1) Widerspruch !!!