K-EL: Variablen und Datentypen (2)

Aus ProgrammingWiki
Archivierte Version vom 2012-05-02T17:08:57+00:00. Aktuelle Version

Inhaltsverzeichnis

Einführung

Wir wollen mit diesen ersten Übungen in die Welt der Programmierung eintauchen.

Nutzen von Variablen

Variablen deklarieren, definieren und mit ihnen rechnen

Wir haben gesehen, dass es meist sinnvoll ist, nicht direkt mit den Werten zu arbeiten, sondern mit Variablen. Wir wollen uns anschauen, wie Variablen in der Programmiersprache festgelegt werden.

Dazu benötigen wir die Datentypen, denn, wir erinnern uns, jeder Variable muss gesagt werden, von welchem Typ sie ist, beziehungsweise, welche Werte sie aufnehmen kann.

Das folgende Beispiel erzeugt eine Variable x vom Typ Integer, also eine natürliche Zahl.

Nachdem die Variable deklariert wurde, kann ihr ein Wert zugewiesen werden, hier 5.

Um sehen zu können, ob der Computer uns auch verstanden und die Variable richtig deklariert und definiert hat, können wir uns den Wert der Variable ausgeben lassen, also uns anzeigen lassen. Um dies zu tun, nutzen wir folgendes Kommando:

Nachdem wir nun die Variable definiert und mit einem Wert belegt haben, können wir mit ihr rechnen.


Übungen zu obigem Beispiel

  • Weise der Variable x einen anderen Wert zu und lass den letzten Ausdruck neu berechnen
  • Was passiert, wenn du das Semikolon am Ende der ersten Zeile "double rechnung = ..." weglässt/löschst?
  • Berechne statt 4x den Term x^2+3x-10 für verschiedene Werte x (-3,4,5,100,123456) [Nur Grundrechenoperationen +|-|*|/].


Wir können der Variable auch erneut Werte zuweisen, der alte Wert wird dann überschrieben. Der Wert der Variable rechnung ist zunächst 17, da 2 * g + 3 = 2 * 7 + 3 = 17. Direkt danach wird rechnung dann aber auf 5 gesetzt, und danach auf rechnung / 2, also 5 / 2 = 2.5.

Strings

Neben Zahlen als Inhalt für Variablen haben wir Strings kennengelernt. Im folgenden Beispiel wird die Variable text vom Typ String erzeugt und ihr der Wert "Hallo Welt!" zugewiesen:

Mehrer Strings können, ähnlich wie Sätze, die aneinandergereiht einen Text ergeben, mittels + miteinander verkettet werden. Der Zusammengesetzte Text kann wiederum einer neuen Variable zugewiesen werden:

Kommentare verwenden

Damit jemand, der den Code liest, besser verstehen kann, was der Code machen soll, kann man überall im Code Kommentare hinterlassen.

Man schreibt einfach zwei Schrägstriche (//). Alles, was dahinter steht, ignoriert der Computer einfach.

Selbst recht einfache Programme sind für den Leser nur noch sehr schwer nachzuvollziehen, wenn erklärende Kommentare fehlen.

Ausgabe von Texten

Mithilfe von System.out.println() können wir auch Texte und Werte von Variablen kombiniert ausgeben:

Wir müssen also z.B. den String "Der Flächeninhalt eines Rechtecks mit den Seitenlängen " nicht erst in einer Variablen speichern.

Erstes 'größeres' Programm

Es soll der Flächeninhalt* des Nikolaushauses berechnet werden. Hier eine Skizze:

Elephan_HausNikolaus.png

Wie können wir den Flächeninhalt berechnen?

  • berechnen den Flächeninhalt des Rechtecks
  • berechne den Flächeninhalt des Dreiecks
  • addiere Flächeninhalt Rechteck und Flächeninhalt Dreieck

Aufgabe

  • Lies dir den Quelltext einmal komplett durch.
  • An den interessanten Berechnungsstellen steht stets 0.0. Trage statt der 0.0 an diesen Stellen den entsprechenden Term zur Berechnung der jeweiligen Größe ein
*)

Streng genommen, ist ein Haus ja ein Körper im dreidimensionalen Raum, besitzt also ein Volumen. Da der Nikolaus aber nur auf dem Papier existiert, somit nur 2D ist, reicht ihm auch ein 2D Haus aus, welches natürlich nur einen Flächeninhalt und kein Volumen besitzt. ;)