BuK-Übung01

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Indirekte Beweis

Aufgabe 1

Beweisen Sie indirekt, dass x eine gerade Zahl ist, wenn x^2 mit x\in{\mathbb N} eine gerade Zahl ist.

Lösung:

zu zeigen: Wenn x^2 gerade, dann x gerade (Wenn 2 \mid x^2, dann 2 \mid x).

Beispiele: 2^2 = 4 (gerade), 4^2 = 16 (gerade), 3^2 = 9 (ungerade)

Annahme: Wenn 2 \mid x^2, dann 2 \nmid x.


Beweis:

x = ungerade = 2k+1 x^2 = gerade = 2z \Rightarrow (2k+1)^2 = 4k^2 + 4k + 1 \Rightarrow = ungerade, da +1

\Rightarrow \unicode{x021AF} Widerspruch, da x^2 gleichzeitig gerade und ungerade wäre.

Aufgabe 2

Beweisen Sie die Aussage, wonach aus der Gültigkeit der Aussagen A \Rightarrow B, B \Rightarrow C und \overline{C} die Gültigkeiten von \overline{A} und \overline{B} folgen. Stellen Sie den Sachverhalt in einer Wahrheitstabelle dar.

Lösung:

ABCA \Rightarrow BB \Rightarrow C\overline{C}\overline{A}\overline{B}
| wwwwwfff
| wwfwfwff
| wfwfwffw
| wfffwwfw
| fwwwwfwf
| fwfwfwwf
| ffwwwfww
| fffwwwww

Nur in Zeile 8 folgen aus der Gültigkeit der Aussagen A \Rightarrow B, B \Rightarrow C und \overline{C} die Gültigkeiten von \overline{A} und \overline{B}, also wenn A, B und C nicht gelten.

Aufgabe 3

Was kann man über die Gültigkeit von A und B schließen, wenn bekannt ist, dass A \Rightarrow B, B \Rightarrow C und C gelten? Verwenden Sie die Tabelle aus der vorhergehenden Aufgabenlösung.

Lösung:

Laut den Zeilen 1, 5 und 7 aus der obigen Tabelle folgt, dass, wenn bekannt ist, dass A \Rightarrow B, B \Rightarrow C und C gelten, A und B entweder beide gelten, beide nicht gelten oder nur B, aber nicht A gilt.

Vollständige Induktion

Beweisen Sie die folgenden Beziehungen für Fibonacci-Zahlen nach Definition in obigem Beispiel mittels vollständiger Induktion für n \in \N und n \geq 1

Aufgabe 1

\sum\limits_{k=1}^{n} F_{k} = F_{n+2} - 1

Wenn \sum\limits_{k=1}^{n} F_{k} = F_{n+2} - 1,

dann gilt auch: \sum\limits_{k=1}^{n+1} F_{k} = F_{n+3} - 1


Für n=1:

\sum\limits_{k=1}^{1} F_{k} = F_{3} - 1 F_{1} = 2 - 1 = 1 \Rightarrow OK

IS:

\sum\limits_{k=1}^{n+1} F_{k} = \sum\limits_{k=1}^{n} F_{k} + F_{n+1} F_{n+2} -1 + F_{n+1}

= F_{n+3} - 1 // Laut Definition

\square

Aufgabe 2

\sum\limits_{k=1}^{n} F_{2k} = F_{2n+1} - 1

Wenn \sum\limits_{k=1}^{n} F_{2k} = F_{2n+1} - 1,

dann gilt auch: \sum\limits_{k=1}^{n+1} F_{2k} = F_{2(n+1)+1} - 1 = F_{2n+3} -1

Für n = 1:

\sum\limits_{k=1}^{1} F_{2k} = F_{3} - 1 1 = 2 - 1 \Rightarrow OK

IS:

\sum\limits_{k=1}^{n+1} F_{2k} = \sum\limits_{k=1}^{n} F_{2k} + F_{2(n+1)} = F_{2n+1} - 1 + F_{2n+2} = F_{2n+3} - 1
\square

Aufgabe 3

\sum\limits_{k=1}^{n} F_{2k-1} = F_{2n}

Wenn \sum\limits_{k=1}^{n} F_{2k-1} = F_{2n},

dann gilt auch \sum\limits_{k=1}^{n+1} F_{2k-1} = F_{2n+2}

Für n = 1:

\sum\limits_{k=1}^{1} F_{2k-1} = F_{2} 1 = 1 \Rightarrow OK

IS:

\sum\limits_{k=1}^{n+1} F_{2k-1} = \sum\limits_{k=1}^{n} F_{2k-1} + F_{2(n+1)-1} \Rightarrow F_{2n} + F_{2n+1} \Rightarrow F_{2n+2}
\square

Relation

Wiederholen Sie die Eigenschaften von Äquivalenzrelationen und geben Sie ein Beispiel an.

Funktionen


Übungsaufgabe partielle Funktion

Die im Folg. definierte Funktion q : \R \mapsto \R ist an der Stelle x=3 undefiniert. Hierfür verwenden wir das Symbol \bot.

q(x)=\begin{cases} \dfrac{35}{x-3}, & \text{wenn }x \neq 3\text{;}\\ \bot, & \text{sonst.} \end{cases}

Schreiben Sie ein Programm, das q berechnet.


Aufgabe 2

Geben Sie sich einige Definitionsbeispiele selbstgewählter Funktionen vor. Achten Sie darauf, dass es sich auch um (echte) partielle Funktionen handeln kann. Außerdem sollten Sie einige abschnittsweise definierte Funktionen, z.Z. Zuzahlungen für Medikamente usw., aufnehmen.

Beispiele:

Kosten für Infopost

q(x)=\begin{cases} (x-20) * 0.352 + 28, & \text{wenn }0 < x \leq 20\text{;}\\ (x-20) * 0.352 + 36, & \text{wenn }20 < x \leq 100\text{;}\\ (x-20) * 0.352 + 73, & \text{wenn }100 < x \leq 1000\text{;}\\ \bot, & \text{sonst.} \end{cases}

Aufgabe 3

Wiederholen Sie die folgenden Eigenschaften von Funktionen: injektiv, surjektiv und bijektiv. Geben Sie aussagekräftige Beispiele an. Skizzieren Sie folgende Funktionen mittels Abbildungspfeilen aus X in Y : injektiv und surjektiv; injektiv, nicht surjektiv; nicht injektiv, surjektiv; nicht injektiv, nicht surjektiv.

Mengen

Aufgabe 1

Zeigen Sie, dass die Menge \Z eine abzählbar unendliche Menge ist und setzen Sie sich mit der Aussage auseinander, wonach doch \Z eigentlich doppelt so viele Elemente besitzt, wie \N.

Aufgabe 2 (Potenzmenge)

Entwerfen Sie ein Aufbauschema zur systematischen Erzeugung aller Elemente aus \wp(M) für eine gegebene endliche Menge M und wenden Sie es auf einige selbstgewählte Beispiele an.


Potenzmenge, ist die Menge aller Teilmengen. P(X) = \{U | U \subset X\} Sie besitzt 2^n Elemente.

  1. Leere Menge aufnehmen
  2. Nimm ein Element aus der Menge und füge es jedem Element der vorher gebildeten Menge Hinzu und übernimm die vorher gebildetetn Elemente

Beispiel

\wp(\{a,b,c\})=\{\{\emptyset\},
\wp(\{a,b,c\})=\{\{\emptyset\},\{a\},\{b\},\{c\},
\wp(\{a,b,c\})=\{\{\emptyset\},\{a\},\{b\},\{c\}\},\{ab\},\{ac\},\{bc\},
\wp(\{a,b,c\})=\{\{\emptyset\},\{a\},\{b\},\{c\}\},\{ab\},\{ac\},\{bc\},\{abc\}\}