Verzweigen und beschränken SS09

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Archivierte Version vom 2009-04-22T07:00:08+00:00. Aktuelle Version

Inhaltsverzeichnis

Motivation

Angenommen die Lösungssuche bei einem Problem lässt sich in einer Baumstruktur darstellen, dann sind die Blätter des Baumes die Lösungen. Wie wir bereits wissen können diese Lösungsbäume bei der systematischen und vollständigen Suche enorm groß werden.

Suchbaum.png

Es ergibt sich also ein exponentieller Aufwand. ????????Aufwandsformel?????????

Ziel

Unser Ziel ist es diesen exponentiellen Aufwand zu verringern. Dazu gibt es mehrere Ansätze. Einer davon besteht darin, Teilbäume, die wahrscheinlich nicht zum gewünschten Ergebnis führen, zu entfernen, den Baum also auszuästen. Das Ausästen ändert zwar nichts am exponentiellen Aufwand, hat aber dennoch einen praktischen Nutzen. Bei einem Binärbaum zum Beispiel könnte bereits im ersten Schritt mit etwas Glück der halbe Baum entfernt werden.

Beispiel: zeigen das Teilbäume unwichtig sein können Beispiel: Aufwandsgegenüberstellung

Einführung branch and bound

Für das eben beschriebene Ausästen gibt es ein mathematisches Hilfsmittel namens Branch and Bound (Verzweigen und Beschränken). Bei diesem Verfahren werden die Knoten des Lösungsbaumes bewertet. Je nach Bewertung der Knoten können nun diejenigen Knoten weiter verfolgt werden, welche die für das Problem beste Lösungsaussichten bieten. Im Idealfall muss also in jedem Schritt nur ein einziger Knoten verfolgt werden.

Begriffsklärung branch, bound,

Bound

Boundoptimierung Bewertung Boundbestimmung Tafelbild Minimierungs- und Maximierunsproblem

Bewertungsfunktion

Filter Schwierigkeit bei b'n'b ist Finden der Bewertungsfunktion

Prioritätenlisten, Expandierungskandidaten

Die Expandierung beginnt bei der Wurzel des Baumes. Dazu werden alle möglichen Folgeknoten ermittelt und bewertet.

Je nach Problem kann man zwischen Minimierungs- und Maximierungsproblemen unterscheiden. Handelt es sich um ein Minimierungsproblem, so wird nun der Knoten mit der niedrigsten Bewertung expandiert. Als Beispiel für ein Minimierungsproblem wäre die Suche nach dem kürzesten Weg zwischen mehreren Stationen bzw. Orten zu nennen.

Analog dazu wird bei einem Maximierungsproblem der Knoten mit der höchsten Bewertung expandiert. Ein Beispiel hierfür ist die Auslastung der Produktionskapazität einer Fabrik, wo es darum geht die Produkte in der Kombination zu produzieren, das die Auslastung nicht überschritten wird und der maximale Gewinn mit den produzierten Gütern erzielt werden kann.

Es kann sein das die Expandierung eines Knotens nicht zum Ziel führt. Aus diesem Grund sind auch die übrigen Knoten des Baumniveaus potentielle Expandierungskandidaten. Die Knoten müssen also gespeichert werden. Da die Bewertung der Knoten bei der Weiterverarbeitung eine Rolle spielt, bietet sich eine so genannte Prioritätenliste (engl: priority queue) an. In dieser sind die Expandierungskandidaten je nach Optimierungsproblem nach ihrer Bewertung geordnet.

Expandiert man einen Knoten im Niveau n, so erhält

Rucksackproblem

Beispiel: 3 gegenstände mit gewichten 1, 3, 7, 9 Werte: 3, 5, 10, 10

i1234
w_i351010
g_i1379
\frac{w_i}{g_i}31.71.41.1

Maximalgewicht: 15

Ziel: finden des groeßten Wertes mit gmax <= K

an beispiel spezifischen wert erklaeren (in absteigender folge)

expandierungskandidat + prioritätsliste

Rundreiseproblem

Beim Rundreiseproblem handelt es sich um ein Optimierungsproblem. Es ist heute oft in der Logistikbranche anzutreffen. Für die Distanzen zwischen den Städten wird eine sogenannte Entfernungsmatrix benötigt. In dieser Matrix werden unzulässige Verbindungen als unendlich markiert.


Naiver Algorithmus

Der offensichtlichste Ansatz das Rundreiseproblem zu lösen besteht darin, alle möglichen Rundreisen zu generieren. Daraus ergeben sich (n-1)! verschiedene Rundreisen. -> anfang = ende Durch Anwendung der STIRLINGschen Formel ergibt sich allein für die Erstellung aller möglichen Rundreisen ein exponentieller Aufwand:

n! = \sqrt{2*\pi*n}*(\frac{n}{e})^n*(1+\frac{1}{12n}+\frac{1}{288n^2}+\mathcal{O}(\frac{1}{n^3}))

Die eigentliche Bestimmung der Lösung ist in diesem Aufwand noch nicht inbegriffen!

Nachdem alle möglichen Rundreisen erstellt wurden, können mit Hilfe der Entfernungsmatrix die einzelnen Längen der Reisen berechnet werden. -> Aufwand?????????????????????????????????????? Anschließend wird die Reise mit der kürzesten Entfernung als Ergebnis genommen.

Das eben beschriebene Verfahren sieht sehr einfach aus. Warum wird es also nicht in der Praxis genutzt? Dazu reicht ein Blick in die folgende Tabelle.

Anzahl der Städtemögliche Rundreisen (n-1)!
32
524
10362.880
1587.178.291.200
20121.645.100.408.832.000
50608.281.864.034.267.560.872.252.163.321.295.376.887.552.831.379.210.240.000.000.000

Lösung mit Branch and Bound

Minimierungsproblem -> Knoten mit kleiner Schranke sind vorzuziehen

Mögliche Schranke: Summer der aktuellen Teilweglänge vom Start bis zum nächsten unbesuchten Knoten -> einfache Schrankenfunktion aber schlecht, da Weg zum Nachbarknoten zwar kurz aber rest sehr lang sein kann -> besser: Einbeziehen aller hinführenden und wegführenden Kanten -> Näherungslösung

Frage: 6.2 Wie kommt man zu den Matrizen?

Zusammenfassung

Beispielergebnisse mit und ohne branch and bound