Sammlung alt
"Sortieren" - Vergleich zweier Zahlen
(Ein Beispiel aus der Wissenschaftlichen Arbeit im Fach Informatik "Bildungsstandards Informatik - Aufgaben für den Unterricht zum Thema "Algorithmen" von Stefan Renz, TU Dresden, 2010)
Am Kölner Dom wurde über 600 Jahre gebaut, als er 1880 fertig wurde, war er allerdings nur für vier Jahre das höchste Gebäude der Welt. Hier eine Auswahl sehr hoher Gebäude:
| Name | Höhe |
| Kölner Dom | 157m |
| Eiffelturm | 300m |
| Cheops-Pyramide | 147m |
| Burj Khalifa | 828m |
| Washington Monument | 169m |
| Sendemast Radio Warschau | 646m |
| Empire State Building | 449m |
- Überlege Dir einen Algorithmus, der zwei Zahlen als Eingabe verarbeitet und die größere von beiden als Ergebnis ausgibt. Halte diesen Algorithmus als Struktogramm fest.
- Was passiert bei Deinem Algorithmus, wenn die beiden Zahlen gleich groß sind?
- Setze den Algorithmus in der vorbereiteten Box um.
<eval id="4cc726df709fc"></eval>
Potenz und Betrag/Abstand
Gegeben ist folgendes Struktogramm. Struktogramm(v2).JPG
Teste den dargestellten Algorithmus mit den Werten x = 5, y = 8 und z = 3 sowie anderen, selbst gewählten Werten.
Erläutere die Bedeutung der Variablen.
Schreibe Deine Antwort in die Box hinter write:
<eval id="4cc728e2c48fd"> begin write(' '); end. </eval>
Implementiere den dargestellten Algorithmus in der nachfolgenden Box als function xyz1 (Teilalgorithmus Potenz)
<eval id="4cc728e2c4a12"> begin writeln(inttostr(xyz1(...))); end. </eval>
Implementiere den zweiten Teil des Algorithmus in der nachfolgenden Box als function xyz2 (Teilalgorithmus Betrag/Abstand)
Zufallszahlen und Würfelspiele
In den nächsten (letzten) Übungen mit dem PWiki werden wir noch ein paar "Spiele" mit Zufallszahlen erstellen. Anschließend werden wir mit einer Anwendersoftware (Fischer-Technik) Modelle bauen und steuern!
Doch zunächst:
Erzeugen von Zufallszahlen
<eval id="4cec1965a9ae3"> begin writeln(inttostr(zufall(100))); end.</eval>
Würfeln
Nun sollen nur Ergebnisse zufällig erzeugt werden, wie sie an einem idealen Würfel eintreten können.
Ergänze die Boxen analog dem obigen Beispiel und teste das Ergebnis.
<eval id="4cec1965a9bf2"> begin // dein Text end.</eval>
Simuliere nun ein Würfelspiel mit einem idealen Würfel.
Für eine Anzahl n von Würfen soll die Anzahl aller geworfenen Augenzahlen ausgegeben werden.
Hinweis: Es soll also für jede mögliche Augenzahl eine Variable vereinbart werden, eine beliebige Anzahl von (simulierten) Versuchen durchgeführt werden und die Anzahl der gewürfelten Einsen, Zweien, ..., Sechsen ausgegeben werden.
Stelle den notwendigen Algorithmus in einem Struktogramm dar.
Benutze dazu das Tool structorizer.
- Erstelle mit dem Programm das Struktogramm
- Speichere das Struktogramm als Bild (Format .jpg)
- füge dein Bild im PWiki ein
| Struktugramm.jpg | Nmalwürfeln.jpg | |
| Lucie | Martin | Jennifer |
| Wurf.jpg | Würfel.jpg | Wuerfelspiel.jpg |
| Till | Florian | Sebastian |
| Wuerfeln.jpg | Wuerfel.jpg | Structoricer.jpg |
| Ivan | Ronny | Marko |
| Zufall-Würfeln.jpg | Würfeln_matschi.jpg | Würfel2.jpg |
| Claudia | Maximilian | Lucas |
<eval id="4cec1965a9d02"></eval>
Wir stellen fest, dass eine function nur einen Wert (ein Resultat) zurückliefern kann.
Daher brauchen wir eine weitere Möglichkeit, die mehrere Ergebnisse liefert.
Dies geschieht unter Verwendung einer procedure, wobei die Rückgabewerte (Ergebnisvariablen) mit var angefügt werden (vergleiche Box).
<eval id="4d243865b40ec"></eval>
Formuliere anhand der Simulation eine Aussage über die Wahrscheinlichkeit der einzelnen Ergebnisse beim Würfeln.
zum Weiterarbeiten: Zeige durch eine analoge Simulation, dass die Zufallsgröße "Augensumme beim Würfeln mit zwei idealen Würfeln" nicht gleichverteilt ist.
Die Bezeichnung Algorithmus geht auf den Namen Muhammad ibn Musa, Abu Dscha'far al-Chwarizmi (* um 780; † um 850), einem persischen Mathematiker, Astronomen und Geographen, zurück.
Diesem Universalgelehrten verdanken wir nicht nur die Einführung der Null aus dem indischen in das arabische Zahlensystem, sondern auch das Wort "Algebra", das der lateinischen Übersetzung seines Buches Kitāb al-muchtasar fi hisab al-dschabr wa-l-muqabala ("Rechnen durch Ergänzung und Ausgleich") entnommen ist.
Der Algorithmusbegriff
Es existiert eine Vielzahl von Versuchen einer Definition für den Begriff Algorithmus.
z.B.:
- Als ”Algorithmus [..] bezeichnet [man] heute in der Arithmetik einen Rechenvorgang (bzw.
die ihn beschreibenden Regeln) der nach einem bestimmten sich wiederholenden Schema abläuft" (Meyers Enzyklopädie, 1971)
- ”Ein Algorithmus [..] ist eine vollständige, präzise und in einer Notation oder
Sprache mit exakter Definition abgefasste, endliche Beschreibung eines schritt- weisen Problemlösungsverfahrens zur Ermittlung gesuchter Datenobjekte (ihrer Werte) aus gegebenen Werten von Datenobjekten, in dem jeder Schritt aus einer Anzahl ausführbarer, eindeutiger Aktionen und einer Angabe über den nächsten Schritt besteht.”(Pomberger, Gustav; Dobler, Heinz: Algorithmen und Datenstrukturen - Eine systematische Einführung in die Programmierung. München : Pearson Education Deutschland GmbH, 2008)
- ”Ein Algorithmus ist eine detaillierte und explizite Vorschrift zur schrittweisen
Lösung eines Problems.”(Gumm, Heinz P.; Sommer, Manfred: Einführung in die Informatik. München : Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 2006)
Wir begnügen uns mit einer anschaulichen (intuitiven) Erklärung:
Ein Algorithmus ist eine endliche Folge von eindeutigen und ausführbaren Anweisungen zur Lösung eines allgemeinen Problems.
Eigenschaften von Algorithmen
- Endlichkeit: (Finitheit)
- endliche Notation des Algorithmus, (statische Endlichkeit)
- Nutzung endlicher Ressourcen (z.B. begrenzter Arbeitsspeicher / begrenzte Rechenzeit) - dynamische Endlichkeit
- Terminiertheit
- endlich viele Abarbeitungsschritte - Endlichkeit im Ablauf (z.B. begrenzte Rekursionstiefe), der Algorithmus liefert also bei jeder Anwendung nach endlich vielen Verarbeitungsschritten ein Resultat
- Bei Nichterfüllung: Endlosschleife (Ausnahmen: OS; interaktive Programme)
- endlich viele Abarbeitungsschritte - Endlichkeit im Ablauf (z.B. begrenzte Rekursionstiefe), der Algorithmus liefert also bei jeder Anwendung nach endlich vielen Verarbeitungsschritten ein Resultat
- Deterministisch
- nach jedem Abarbeitungsschritt besteht höchstens eine Möglichkeit der Fortsetzung
- Eindeutigkeit: (Determiniertheit)
- gleiche Eingabegrößen und Anfangsbedingungen liefern stets das gleiche Ergebnis
- Ausführbarkeit:
- jede Anweisung ist (z.B. für einen Prozessor) verständlich und ausführbar
- Allgemeingültigkeit:
- Anwendbarkeit auf gleiche Probleme einer Problemklasse.
Beispiele
Syntax von Funktionen
Beispiel für eine Funktion in einer imperativen Programmierumgebung
Aufruf der Funktion im Hauptprogramm
hier nun Beispiele für die Syntax im PWIKI
einfache Addition
<eval id="4bc596ef084eb"> begin writeln(inttostr(addi(3,4))); end. </eval>
Ergänze die ähnliche Funktion addi3 zur Bildung der Summe dreier reeller Zahlen!
<eval id="4bccb71f48edc"> begin writeln(floattostr(addi33(3,4,5))); end. </eval>
Quadrat einer Zahl
<eval id="4bc4611f3a5f1"> begin writeln(inttostr(quadrat(2))); end. </eval>
Beispiel 3
Untersuche diese Funktion.
Gib Deine Lösung in der zweiten Zeile zwischen den Anführungszeichen '' an.
<eval id="4bc596ef0a437"> begin writeln(inttostr(was(2,4,6))); writeln(''); end. </eval>
Gute Wünsche für den Tag
Ergänze die Anweisungen so, dass in der Ausgabe Wünsche für die Tage 1 bis 5 ausgegeben werden.
Worin unterscheidet sich der Quelltext von den obigen Beispielen?
<eval id="4bc596ef0b3cb"></eval>
Grundlagen der Unterprogrammarbeit (Modularisierung)
function
Beispiel für eine Funktion in einer imperativen Programmierumgebung
Aufruf der Funktion im Hauptprogramm
hier ein Beispiel für die Syntax im WIKI
<eval id="4b96b9dd51145"> begin writeln(inttostr(addi(3,4))); end. </eval>
Ergänze die ähnliche Funktion addi3 zur Bildung der Summe dreier reller Zahlen!
<eval id="4b96b9dd520e6"> begin writeln(floattostr(addi3(3,4,5))); end. </eval>
procedure
Beispiel für eine Prozedure in einer imperativen Programmierumgebung
Aufruf der Prozedur im Hauptprogramm
hier ein Beispiel für die Syntax im WIKI
<eval id="4b96b9dd53085"> var erg: string; begin dreieck(4,3,5.2,erg); writeln(erg); end. </eval>
Neujahrswünsche in Pascal:
<eval id="4b96b9dd54025"></eval>
Die folgenden Übungsaufgaben dienen der Festigung des Umgangs mit den algorithmischen Grundstrukturen.
1. Entwickle einen Algorithmus für die Berechnung der Summe der ersten n natürlichen Zahlen.
Setze diesen in Pascal um.
<eval id="4bcecd8d1833c"> begin writeln(inttostr(summe_erste_n(5))); end. </eval>
2. Übertrage diesen Algorithmus auf die Berechnung einer Fakultät!
<eval id="4bced86216bbc"> begin writeln(inttostr(fak_n(5))); end. </eval>
3. Gegeben ist folgendes Struktogramm. Implementiere den damit dargestellten Algorithmus in der nachfolgenden Box als function xyz und
teste ihn mit den Werten x = 5, y = 8 und z = 3.
Erläutere die Bedeutung der Variablen.
]
Struktogramm(v2).JPG
<eval id="4bd7d28b3972d"> begin writeln(inttostr(xyz(...))); end. </eval>
Eine Funktion gibt nur einen Wert (a oder b) zurück.
Daher nun diesen Algorithmus als procedure schreiben.
<eval id="4bd80bd03eb3a"> begin writeln(...); end. </eval>
4. Abschließend soll ein Programm geschrieben werden, das entscheidet, ob eine quadratische Funktion keine, genau eine oder genau zwei Nullstellen besitzt. Die Werte dieser Nullstellen sind auszugeben.
vorher Algorithmus formulieren und z.B. Struktogramm entwerfen!
<eval id="4bd8132f813eb"> begin writeln(...); end. </eval>
Bei einer Mathematikolympiade wurde folgende Aufgabe gestellt:
20 m Stoff werden auf einen Stab von 5 cm Durchmesser aufgewickelt.
Der Stoff ist 1 mm dick.
Wie dick wird die Rolle?
Eine Realisierung des Sachverhalts als Programm könnte folgendermaßen aussehen:
<eval id="4bde843d508a4"> begin writeln(floattostr(dick)); end. </eval>
Modifizieren Sie den Quelltext.
Verwenden Sie anstelle repeat-until eine Schleife mit vorangestellter Bedingung.
<eval id="4bde84feb9e7b"> begin writeln(floattostr(dick2)); end. </eval>
Sie werden festgestellt haben, dass unsere Lösung für die Problemstellung keinem Algorithmus entspricht. Es wird lediglixch ein konkretes Problem durch Programmierung gelöst!
Die Aufgabe wird im Folgenden also verallgemeinert. Der aufzustellende Algorithmus löst dann eine Klasse gleichartiger Probleme, wobei die Abarbeitung abhängig von den Eingaben eindeutig, endlich erfolgt und unter gleichen Bedingungen zum gleichen Ergebnis führt.
Stoff beliebiger Länge wird auf einen Stab mit beliebigem Durchmesser aufgewickelt.
Der Stoff ist beliebig dick.
Wie dick wird die Rolle?
<eval id="4bde875239072"> begin writeln(floattostr(dick3(...))); end. </eval>
Zufallszahlen
Erzeugen von Zufallszahlen
zunächst als function, die aufgerufen wird:
<eval id="4be10a1ebb218"> begin writeln(inttostr(zufall(100))); end.</eval>
andere, kürzere Variante:
<eval id="4be1207f5f5c1"> begin writeln(inttostr(random(100))); end. </eval>
Ist diese Variante für Programme praktikabel?
Würfeln
Simulieren Sie ein Würfelspiel mit einem idealen Würfel. Für eine Anzahl n von Würfen soll die Anzahl der geworfenen Augenzahlen ausgegeben werden.
<eval id="4bf2b9d356f46"></eval>
Formulieren Sie anhand der Simulation eine Aussage über große Zahlen und die Wahrscheinlichkeit. ("Gesetz der großen Zahlen")
zum Weiterarbeiten: Zeigen Sie durch eine analoge Simulation, dass die Zufallsgröße "Augensumme beim Würfeln mit zwei idealen Würfeln" nicht gleichverteilt ist.
procedure wuerfelsumme(n:integer;var z,d,v,f,s,si,a,ne,ze,e,zw:integer); var i,zz1,zz2,sum:integer; begin z:=0;d:=0;v:=0;f:=0;s:=0;si:=0;a:=0;ne:=0;ze:=0;e:=0;zw:=0; for i:=1 to n do begin zz1:=random(6)+1; zz2:=random(6)+1; sum:=zz1+zz2; if sum=2 then z:=z+1; if sum=3 then d:=d+1; if sum=4 then v:=v+1; if sum=5 then f:=f+1; if sum=6 then s:=s+1; if sum=7 then si:=si+1; if sum=8 then a:=a+1; if sum=9 then ne:=ne+1; if sum=10 then ze:=ze+1; if sum=11 then e:=e+1; if sum=12 then zw:=zw+1; end; end;
Der Datentyp Feld (Array)
Neben den einfachen Datentypen gibt es auch zusammengesetzte, z.B. Felder (auch Listen, Array). In einem Array werden Werte gleichen Datentyps gespeichert.
Die Deklaration eines Arrays erfolgt folgendermaßen:
var xyz: array[startindex .. endindex] of Datentyp;
startindex..endindex gibt den Bereich zwischen Startwert und Endwert angeben (Randwerte werden mit eingeschlossen). Dies entspricht dem bereitgehaltenen Speicherplatz. Über den Index (meist mit i bezeichnet) kann man auf die einzelnen Werte zugreifen.
var beispiel: array[0..20] of integer;
Ein Feld wird über den Index gefüllt, z.B. für i=1 und i=5 so:
beispiel[1]:=3; beispiel[5]:=22;
Das Feld sei dann z.B. so gefüllt ist: [10,3,6,7,9,22,...].
Bestimmen Sie die Werte, die dann die Variablen a und b nach den folgenden Anweisungen liefern!
a:=beispiel[0]; b:=beispiel[2];
weitere Hinweise z.B. unter http://www.delphi-treff.de/object-pascal/komplexe-datentypen/
Beispiele zu Feldern
Zufallszahlen und Felder
<eval id="4bf2b9d357ee5"> var z:array[0..10] of integer; var i:integer; begin for i:=0 to 5 do begin z[i]:=zufall2(100); writeln(inttostr(z[i])); end; end.</eval>
zum Weiterarbeiten: Füllen Sie ein Feld mit 5 zufälligen Zahlen. Bestimmen Sie die Position (Index) des Maximums. Lassen Sie sich zur Kontrolle die Zufallszahlen anzeigen.
var feld:array[0..4]of integer;
var i,max,index:integer;
begin
max:=0;index:=0;
for i:=1 to 5 do feld[i-1]:=random(100);
for i:=1 to 5 do
if feld[i-1]>max then begin
max:=feld[i-1];
index:=i;
end;
for i:=1 to 5 do writeln(inttostr(feld[i-1]));
writeln('Maximum an Position '+inttostr(index));
end.Hofstadter-Funktion
Eine sehr interessante, aber äußerst undurchsichtige Folge natürlicher Zahlen wird durch die Hofstadter-Funktion beschrieben:
h(n) = h(n - h(n - 1) ) + h(n - h(n - 2) ) für n > 2 mit h(1) = h(2) = 1
(aus: Douglas R. Hofstadter:"Gödel, Escher, Bach: an eternal golden braid" (1979) - ein Beispiel für eine chaotische Zahlenfolge, die aber doch gesetzmäßig erzeugt wird)
<eval id="4bf2f8b405adc"> var hf:array[0..50] of integer; var j,k:integer; begin</eval>
k:=15; hf[1]:=1; hf[2]:=1; for j:=3 to k do hf[j]:=hf[j-hf[j-1]]+hf[j-hf[j-2]]; for j:=1 to k do write(inttostr(hf[j])+' ');
end.
Variieren Sie die Werte für k sowie den endindex des Feldes.
Verdeutlichen Sie sich die Abarbeitung des Quell-Codes anhand eines Ablaufplanes!
Definition
Iteration bezeichnet das wiederholte Durchlaufen von Anweisungen. Typischerweise wird dabei mitgezählt, wie oft die jeweilige Aktion erledigt wird. Wir kennen dafür die Sprachkonstrukte for..to..do, while..do, repeat..until.
Bei einer Rekursion erfolgt die Definition eines Problems, einer Funktion oder eines Verfahrens "durch sich selbst". Es handelt sich also wieder um eine Wiederholung, aber ohne Schleife!
Das Ergebnis eines Verfahrens für die Eingabe x wird auf das Ergebnis des gleichen Verfahrens für eine Eingabe y zurückgeführt, das Ergebnis des Verfahrens für die Eingabe y wird wiederum auf das Ergebnis des Verfahrens für eine Eingabe z zurückgeführt, usw.
Dabei muss mindestens für einen Wert das Ergebnis des Verfahrens bekannt sein!
Beispiele
Hofstadter
h(n) = h(n - h(n - 1) ) + h(n - h(n - 2) ) für n > 2 mit h(1) = h(2) = 1
iterativ
<eval id="4bfc2770153da"> var hf:array[0..50] of integer; var j,k:integer; begin</eval>
k:=15; hf[1]:=1; hf[2]:=1; for j:=3 to k do hf[j]:=hf[j-hf[j-1]]+hf[j-hf[j-2]]; for j:=1 to k do write(inttostr(hf[j])+' ');
end.
rekursiv
<eval id="4bfc2a6c95b51"> var n,i:integer; begin</eval>
n:=5; for i:=1 to n do write(inttostr(hof(i))+' ');
end.
Fakultät
iterativ
<eval id="4bfc2e9e99a45"> begin writeln(inttostr(fak_it(3))); end. </eval>
Abarbeitung für n=4:
n |
Ergebnis |
1 |
|
4 |
4 |
3 |
12 |
2 |
24 |
1 |
24 |
rekursiv
<eval id="4bfc25fb32039"> begin writeln(inttostr(fak_rek(3))); end. </eval>
Abarbeitung für n=4:
Aufruf fak_rek(4):=4*fak_rek(3);
danach "Abstieg in die Rekursionstiefe":
fak_rek(4):=4*fak_rek(3); fak_rek(3):=3*fak_rek(2); fak_rek(2):=2*fak_rek(1); fak_rek(1):=1*fak_rek(0);
Für n=0 liefert das Verfahren den bekannten Wert 1.
Der rekursive "Aufstieg" liefert dann:
fak_rek(1):=1*1=1; fak_rek(2):=2*1=2; fak_rek(3):=3*2=6; fak_rek(4):=4*6=24;
Aufgabe
Schreiben Sie eine rekursive Funktion, die die Summe der ersten n Zahlen berechnet!
<eval id="4bfc358dbd4fe"> begin writeln(inttostr(su_rek(3))); end. </eval>
passende Iteration vergleiche Übungsaufgaben
Potenz
Schreibe passende Funktionen für die Berechnung einer Potenz!
iterativ
<eval id="4c06367e2075e"> </eval>
rekursiv
<eval id="4c06367e216fb"></eval>
Die Fibonaccizahlen
Leonardo Fibonacci di Pisa (* um 1180; † 1241) beschrieb die Fortpflanzung von Kaninchen mit der Zahlenfolge:
1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55, 89, ...
Definition:
\mbox{fib}(n)=\begin{cases}1,\mbox{wenn}\hspace{0.3em}n=1\\1,\mbox{wenn}\hspace{0.3em}n=2\\\mbox{fib}(n-1)+\mbox{fib}(n-2),\mbox{sonst}\end{cases}
Beschreibung:
Die Kaninchenpaar bekommt nach zwei Monaten Nachwuchs (Pärchen!), dies dann jeden Monat. Die "Kinderpaare" verhalten sich genauso. Die Kaninchen leben "unendlich lange".
Das bedeutet:
- Die ersten beiden Glieder der Zahlenfolge sind jeweils 1.
- Jedes weitere Glied ergibt sich aus der Summe seiner beiden Vorgänger.
Prüfen!
siehe auch http://www.ijon.de/mathe/fibonacci/index.html
iterativ
Zunächst eine iterative Version:
<eval id="4c0ea67f7aa92"> begin writeln(inttostr(fibo_it(4))); end. </eval>
rekursiv
Schreiben Sie nun eine rekursive Funktion gemäß der oberen Beschreibung:
function fibo_rek(n:integer):integer; begin if (n=1) or (n=2) then result:=1 else result:= fibo_rek(n-1)+fibo_rek(n-2); end;
<eval id="4c0ea8075e91c"> begin write(inttostr(fibo_rek(3))); end. </eval>
Ackermann-Funktion
Die Ackermann-Funktion folgendermaßen definiert:
Definition:
Ack(0, y)=y+1
Ack(n +1, y+1) = Ack(n, Ack(n + 1, y))
Ack(n + 1, 0) = Ack(n, 1)
Informationen zur Ackermann-Funktion unter http://de.wikipedia.org/wiki/Ackermannfunktion
Stellen Sie die rekursiven Aufrufe für ack(3,1) dar!
Implementieren Sie eine rekursive Funktion:
<eval id="4c0f6e181859e"></eval>
iterativ
Zusammenfassung
Rekursion bietet sich dann an, wenn man ein gestelltes Problem durch eine Funktion schrittweise in ein etwas einfacheres Problem umwandeln kann.
typischer Aufbau einer rekursiven Funktion
- 1. if-Befehl, der das Ende der Selbstaufrufe bestimmt
- 2. ein Aufruf der Funktion selbst
Nachteile der Rekursion
- 1. Jeder Aufruf kostet Zeit - Rekursion prinzipiell langsamer als Iteration
- 2. jeder Aufruf kostet Speicherplatz - viel Speicher im Stack (Speicherstapel)
Jede Iteration kann als Rekursion formuliert werden, jede Rekursion als Iteration (teilweise schwierig). Rekursionen werden durch den Compiler bzw. Interpreter der Programmiersprache aufgelöst - der PC-Prozessor arbeitet iterativ.
Vorbemerkungen
Das Sortieren (und Suchen) ist in der Informatik umfassend untersucht worden, weil Sortieralgorithmen in zahlreichen Anwendungen verwendet werden (Datenbanken, Compiler, Betriebssysteme etc.).
Grundsätzlich gibt es drei Methoden zum Sortieren:
- Auswählen
- Einfügen
- Austauschen
Wir besprechen diese Verfahren an Hand des Sortierens von Spielkarten: Beim Auswählen breitet man die Karten auf dem Tisch aus und wählt die niedrigste Karte. Anschließend wird die nächste Karte gewählt und hinter die niedrigste gereiht, usw. Beim Sortieren durch Einfügen hält man die Karten in der Hand, nimmt jeweils die nächste und fügt sie in einen am Tisch liegenden Stapel so ein, dass sie jeweils an der richtigen Stelle zu liegen kommt. Die Karten sind sortiert, sobald man keine Karte mehr in der Hand hält. Um die Karten durch Austauschen zu sortieren, breitet man die Karten in beliebiger Reihenfolge auf dem Tisch aus und tauscht dann die falsch liegenden Karten solange aus, bis der Satz geordnet ist.
Für die "Güte" eines Sortieralgorithmus sind folgende Kriterien ausschlaggebend:
1. Wie schnell sortiert der Algorithmus durchschnittlich Informationen?
2. Wie schnell ist er im günstigsten und ungünstigsten Fall?
3. Verhält sich der Algorithmus natürlich (d.h. hat er bei gut sortierten Listen wenig und bei ziemlich ungeordneten
Listen viel zu tun)?
4. Ordnet er Elemente mit gleichen Schlüsseln um? Sortieralgorithmen bieten sich als grundlegendes Thema für die Analyse von Algorithmen an.
Sortieren durch Auswählen (Minimumsuche)
Die Idee einer der einfachsten Sortieralgorithmen ist die folgende: Finde zunächst das kleinste Element im Datenfeld und tausche dieses gegen das an der ersten Stelle befindliche Element aus. Anschließend finde das zweitkleinste Element, tausche es gegen das zweite Element aus ... usw.
Diese Sortiermethode ist für kleine Dateien sehr gut brauchbar. Zu beachten ist, dass jedes Element tatsächlich nur einmal getauscht wird.
Prinzip: Aus einer Menge wird das kleinste Elelment ausgewählt und mit dem ersten Element vertauscht.
Diese Vorgänge werden wiederholt ,wobei die Anzahl der Elemente bei jeder Wiederholung von vorn um eins verringert wird.
Zuletzt werden nur noch zwei Elemente überprüft und gegebenenfalls vertauscht.Implementiert könnte dies so aussehen:
<eval id="4c1b17ab54d27"> var z:array[0..7] of integer; var i,j,k,h:integer; begin for i:=0 to 7 do begin z[i]:=random(20)+1; write(inttostr(z[i])+' '); end; for i:=0 to 7 do begin </eval>
k:=i;
for j:=i to 7 do
if z[j]<z then k:="j;" h:="z[i];" z><p>end;
writeln(<em>);
writeln(</em>);
for i:=0 to 7 do write(inttostr(z[i])+' ');
end.
</p><p><br></p><h2 id="Sortieren_durch_Einfügen">Sortieren durch Einfügen</h2><p><br></p><pre> <b>Prinzip: Man wählt ein Element (nacheinander vom zweiten bis zum letzten) und fügt es jeweils an die richtige
Stelle der davorstehenden geordneten Teilmenge ein. </b></pre><p><br></p><table border="1" cellpadding="5" cellspacing="2">
<pre><tr>
<td>
</td>
<td>unsortiertes Feld; zweites Element herausgenommen und <br>vor dem Ersten eingefügt<p><br><br><br><br><br>sechstes Element genommen und als viertes eingefügt,<br>
dabei werden viertes und fünftes (alt) neues<br> fünftes und sechstes Element
<br><br><br><br><br><br>
Letztes Element an die richtige Stelle,
Feld vollständig sortiert</p><p><br></p></td>
<pre> <td>
</td>
</pre></tr></pre></table>
<p><br></p><p>Implementieren Sie das <em>Sortieren durch Einfügen</em> analog zum Sortieren durch Auswählen!</p><p><eval id="4c1b265b1e11e"></eval></p><p></p><h2 id="Sortieren_durch_Austauschen_(Bubblesort)">Sortieren durch Austauschen (Bubblesort)</h2><p>Dieses Sortierverfahren wird häufig erklärt, obwohl es wahrscheinlich das ungünstigste Sortierverfahren darstellt, das jemals realisiert worden ist: Durchlaufe immer wieder das
Feld und vertausche jedesmal, wenn es notwendig ist, benachbarte Elemente. Die Datei ist sortiert, wenn kein Austausch mehr notwendig ist.
Der Algorithmus erhält seinen Namen von der Tatsache, dass die Elemente - ähnlich wie Blasen im einem Glas Mineralwasser - aufsteigen, bis sie an der richtigen Stelle sind. </p><p><br></p><pre> <b>Prinzip: Vom letzten Element einer Menge an werden jeweils zwei benachbarte Elemente verglichen und ausgetauscht, wenn
sie falsch sortiert sein sollten. Dabei wandert da kleinste Element an die erste Stelle.
Das Vergleichen und Austauschen wird mit Ausnahme dieses bereits richtig postierten Elements wiederholt.
Das Sortieren kann aufsteigend (links nach rechts) oder absteigend (umgekehrt) erfolgen.</b></pre><p><br></p><table border="1" cellpadding="5" cellspacing="2">
<pre><tr>
<td>
</td>
<td><br><br>unsortiertes Ausgangsfeld,<br><br><p>die 83 ist falsch sortiert und wird bis zum Feldindex,<br> der einen Wert größer als 83 enthält, verschoben,
anschließend wird<br> die 97 und die 32 vertauscht, wonach die 97 als größte Zahl des<br> Feldes als erste an der richtigen Stelle steht.<br><br>Das Vergleichen beginnt wiederum von vorn, wobei die Zahlen<br> 64 und 41 sowie 90 und 32 vertauscht werden.<br>
Die 90 steht damit als zweite Zahl an der richtigen Stelle.
<br><br><br>
Anschließend wird die 32 nach links durchgereicht<br> und das Feld ist vollständig sortiert.</p></td>
<pre> <td>
</td>
</pre></tr></pre></table>
<p><br></p><p>Implementieren Sie <em>Bubblesort</em> analog zum Sortieren durch Auswählen!</p><p><eval id="4c1f0917ac95b"></eval></p><p></p><p><br></p><h2 id="Quicksort">Quicksort</h2><p>Das Sortieren durch Minimumsuche (<em>MinSort</em>) ist nicht sehr effizient.<br>
Wir betrachten deshalb den nachfolgenden Algorithmus und implementieren ihn.</p><p><strong>Beschreibung:</strong></p><ul><li>Benutze das erste Element einer (numerischen) Liste als Trennelement.</li><li>Erzeuge zwei Teillisten, deren Elemente kleiner bzw. größer als das Trennelement sind.</li><li>Setze dieses Verfahren für jede nichtleere Teilliste fort und</li><li>füge die sortierten Teillisten zur Gesamtliste zusammen.</li></ul><p><br></p><p>Den so beschriebenen Sortieralgorithmus bezeichnet man als <em>QuickSort</em> (schnelles Sortieren). Er wurde 1962 von dem britischen Informatiker Sir <strong>Charles Antony Richard Hoare</strong> (* 11. Januar 1934) vorgestellt.</p><p><br></p><table border="1"><tr><td><strong>Prinzip</strong></td><td><strong>Quelltext</strong> in Pascal</td><td></td><td></td></tr><tr><td>
</td><td>
</td><td></td></tr></table><p><br></p>
<p><br></p><p>Der Algorithmus arbeitet nach dem Prinzip <strong><em>Teile und Herrsche</em></strong>.<br>
weitere Informationen unter: http://www.inf.fh-flensburg.de/lang/algorithmen/sortieren/quick/quick.htm</p><h2 id="Literatur">Literatur</h2><ul><li>Fahldieck, Karl-Heinz: Algorithmen, Frankfurt am Main: Verlag Moritz Diesterweg, 1993</li><li>Sedgewick, Robert: Algorithmen, Bonn:Addison-Wesley Publishing Company, 1992</li><li>Hermann, Dietmar: Algorithmen Arbeitsbuch, Bonn; München; Paris, Addison-Wesley Publishing Company, 1992</li><li>Junger, Hans u.a.: Informatik, Frankfurt am Main; Aarau, Verlag Moritz Diesterweg; Verlag Sauerländer AG, 1988</li></ul></z>