XQuery
Autoren
- Fred Teske(s3frtesk@stud.hs-zigr.de )
- Philipp Dvorak (s3phdvor@stud.hs-zigr.de)
Einstieg in XQuery
XQuery ist ein Abfragesprache für XML. Welche vom W3C entwickelt wurde. In diesem Kurs sollen die grundlegenden Spracheigenschaften vorgestellt werden und ein Verständnis der Syntax und Struktur von XQuery – Ausdrücken vermittelt werden.
XQuery ermöglicht:
- das Auswählen von Elementen und Attributen
- das Zusammenführen mehrerer XML-Dokumente
- das Bearbeiten von XML-Daten
- das Hinzufügen von Elementen und Attributen zu der Ergebnismengen
- Berechnungen auf Grundlage von XML-Daten
- Sortierungen der Ergebnismenge
Folgendes XML-Dokument soll als Basis für Beispiele und Erläuterungen dienen.
Beispieldokument
FLWOR - Ausdrücke
FLWOR - Ausdrücke bilden die Grundlage für Anfragen an XML - Dokumente. Der Ausdruck bindet Variablen an Ergebnisse von Ausdrücken, wertet darauf in einer where-Klausel ein Prädikat aus und konstruiert ein neues Dokument als Resultat. FLWOR - Ausdrücke weisen Ähnlichkeiten mit Abfragen im SQL - Syntax auf. FLWOR ist ein Kunstwort (aus dem englischen "Flower"). Die einzelnen Buchstaben entsprechen dabei den Anfangsbuchstaben der Klauseln des Ausdrucks: for, let, where, order und return.
Ein einfacher FLWOR - Ausdruck ist zum Beispiel folgendes:
Dieser Ausdruck gibt alle Filmtitel aus dem Beispiel XML-Dokument "filmliste" zurückgeben.
Mit einer zusätzlichen where Klausel kann die Ergebnismenge weiter eingegrenzt werden.
Die gleiche Abfrage könnte auch mit Hilfe des XPath - Ausdrucks /filmliste/film[jahr=2009]/titel ausgeführt werden. Der XPath - Ausdruck liefert genau die selbe Ergebnismenge wie der XQuery - Ausdruck. Es gilt jeder gültige XPath - Ausdruck ist auch in XQuery zulässig. Jedoch sind FLOWR - Ausdrücke in XQuery weitaus leistungsfähiger wenn es darum geht mit Hilfe von JOINS Abfragen über mehrere XML-Dokumente auszuführen.
Die for-Klausel
In der for-Klausel wird über eine Sequenz iteriert. Es handelt sich entweder um eine Sequenz von Knoten oder um eine Sequenz aus atomaren Werten. Es kann eine beliebige Operation auf alle Elemente der Sequenz angewendet werden.
Bei $i handelt es sich um die Iterationsvariable, welche jeden Wert der Sequenz einmal annimmt. Es ist mehr als eine for-Klausel pro Ausdruck möglich.
Ein FLWOR - Ausdruck kann an jeder beliebigen stelle stehen an der ein Ausdruck erlaubt ist. Beispielsweise kann ein FLWOR - Ausdruck als Argument an eine Funktion übergeben werden. Die Funktion avg() berechnet den Durchschnitt aus der Sequenz, welche der FLWOR - Ausdruck zurückgibt. Im Beispiel wird die durchschnittliche Anzahl der Schauspieler, die eine Hauptrolle spielen berechnet.