Angeleitetes Programmieren
Wie lernt man Programmieren?
Das Programmierenlernen ist eine sehr schwierige Angelegenheit. Selbst Informatikstudierende haben mitunter erhebliche Problem beim Erlernen des konstruktiven Umgangs mit einer entsprechenden Programmiersprache (PS).
Die Informatik-Didaktik hat eine Reihe von Konzepten entwickelt, wie man Anfänger in der Programmierausbildung unterstüzten kann:
- Mikrowelten (Hamster, Turtle, Karel the Robot, ...)
- Angepasste Entwicklungsumgebungen (BlueJ, ...)
- ...
Sehr gute Resultate werden mit einem neueren Ansatz erzielt, den wir angeleitetes Programmieren nennen wollen: Dem Lernenden werden bestimmte anfangs meist sehr kurzschrittige Forderung auferlegt, die er bei der Erarbeitung der Programme beachten muss. Solche Konstruktionsanleitungen kann man sich als Entwurfsmuster vorstellen. Werden sie nicht nur als Papiernotiz vorgetragen, sondern in die PS eingebaut und als Verträge technisch überprüfbar formuliert, können sie den Programmierer zu guten Programmen führen. Dies ist insbesondere für Studierende der Informatik, die später komplexte Software ingeniermäßig entwickeln, sehr wichtig.
Eine sanftere Form angeleiteten Programmierens sind interativer Arbeitsblätter, wie wir sie im ProgrammingWiki zusammen mit weiteren Vorzügen verwendet werden. Solche Arbeitsblätter sind multimediale Dokumente mit eingebauten editierbaren Codeabschnitten. Für Programmieranfänger ist gerade diese Mischung aus belehrendem oder anleitendem Text und ausführbarem Code von besonderem Wert, da die entwickelten Ideen unmittelbar exploriert werden können.