PMG2425 10/Einführung/Finn

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'''Passwortschutz'''

== Starke Passwörter verwenden ==


Um sich vor modernen Hacking-Methoden zu schützen, ist ein starkes Passwort unerlässlich. Dabei helfen folgende Grundregeln:

#Länge: Passwörter sollten mindestens '''10–12 Zeichen lang''' sein – je länger, desto besser.
#Schwierigkeit: Vermeide '''einfache Sequenzen''' wie ''„12345“'' oder ''„qwerty“'' sowie gängige Wörter wie ''„Passwort1“''.
#Zeichentypen: Nutze eine Mischung aus '''Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen.'''
#Keine simplen Ersetzungen: Vermeide '''gängige Buchstabenersetzungen''' wie ''„0“'' für ''„O“'', da Hacker-Tools diese kennen.
#Ungewöhnliche Kombinationen: Verwende '''Passphrasen''' aus nicht zusammenhängenden Wörtern in '''ungewöhnlicher Reihenfolge.'''
#Merkbarkeit: Wähle Passwörter, die du dir '''gut merken''' kannst, ohne sie aufschreiben zu müssen.
#Einzigartigkeit: Verwende '''niemals dasselbe Passwort''' für mehrere Konten.
#Eigene Regeln entwickeln: Zum Beispiel '''eigene Muster''' aus Wortteilen und Sonderzeichen nutzen, die nur du verstehst.


Beispiele für sichere Passwörter:
*Passphrasen: 
**Bestehen aus '''mehreren sinnfreien, aber einprägsamen Wörtern''' – z. B. ''„coW!burN#movE?pianOh“''.
**Sie sind '''leicht zu merken''' und '''widerstandsfähig gegen Wörterbuchangriffe.'''
*Zufällige Zeichenketten: 
**Kombinationen wie ''„f2a_+Vm3kV*j“'' sind besonders sicher, da sie '''keine erkennbare Struktur''' haben.
**Sie lassen sich mit '''Mnemotechniken oder Muskelgedächtnis''' lernen.


Quelle: '''https://www.kaspersky.de/resource-center/threats/how-to-create-a-strong-password'''

== Passwörter regelmäßig ändern ==


Das '''Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)''' rät nicht mehr zu '''regelmäßigen Passwortwechseln''', außer wenn ein Passwort '''kompromittiert''' wurde. Hintergrund ist, dass häufiges Ändern zu '''unsicheren Passwörtern und vorhersehbaren Mustern''' führen kann. Experten wie Markus Dürmuth und Maximilian Golla begrüßen die Entscheidung und sehen darin einen wichtigen Fortschritt für die Passwortsicherheit. Das BSI empfiehlt stattdessen '''lange, einzigartige Passwörter''' und rät zur '''Nutzung eines Passwortmanagers''', um diese sicher zu verwalten.


Quelle: '''https://www.zeit.de/digital/datenschutz/2020-02/bsi-empfehlung-passwort-wechsel'''

== Keine Wiederverwendung von Passwörtern ==


Die '''Wiederverwendung desselben Passworts''' für mehrere Online-Konten ist eine unsichere Praxis, die erhebliche Risiken birgt. Viele Menschen greifen darauf zurück, weil sie sich nicht viele Passwörter merken können. Dadurch steigt jedoch die Gefahr von '''Cyberangriffen wie Credential Stuffing''' – dabei nutzen Kriminelle gestohlene Zugangsdaten, um sich Zugang zu weiteren Konten zu verschaffen. Laut Studien verwenden viele Menschen '''dasselbe Passwort für mehrere Dienste''', was die Angriffe besonders effektiv macht. Kontoübernahmen sind eine häufige Folge, bei denen Kriminelle die Kontrolle über Konten übernehmen, persönliche Daten stehlen und diese weiterverkaufen oder für Betrug nutzen. Um das Risiko zu minimieren, sollten Nutzer '''niemals Passwörter wiederverwenden''' und stattdessen '''starke, einzigartige Passwörter''' – idealerweise '''mithilfe eines Passwortmanagers''' – nutzen.


Quelle: '''https://www.keepersecurity.com/blog/de/2022/09/19/how-to-end-password-reuse-on-the-web/'''

== Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) ==


Viele Online-Dienste bieten mittlerweile '''Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA)''' an, um die Sicherheit beim Login zu erhöhen. Dabei wird neben dem Passwort ein '''zweiter Faktor''' verwendet – zum Beispiel ein '''Bestätigungscode auf dem Smartphone''', ein '''USB-Token''', eine''' Chipkarte''' oder ein '''Fingerabdruck'''. Diese Methode verhindert, dass Dritte '''allein mit dem Passwort''' Zugang erhalten. Besonders hardwaregestützte Verfahren gelten als sehr sicher und werden als '''Ergänzung oder Ersatz für Passwörter''' empfohlen.


Ein 2FA-System kombiniert verschiedene Faktoren:
*'''Wissen''' ''(z. B. Passwort, PIN)''
*'''Besitz''' ''(z. B. Smartphone, Sicherheits-Token)''
*'''Biometrie''' ''(z. B. Fingerabdruck)''


Quelle: '''https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Verbraucherinnen-und-Verbraucher/Informationen-und-Empfehlungen/Cyber-Sicherheitsempfehlungen/Accountschutz/Zwei-Faktor-Authentisierung/zwei-faktor-authentisierung_node.html'''

== Verwaltung mit Passwortmanagern ==


Da heute fast jeder Online-Dienst ein Passwort erfordert, ist ein '''sicherer Umgang mit Kennwörtern''' entscheidend. Gute Passwörter bestehen aus '''mindestens zwölf Zeichen, beinhalten Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen''', und sollten '''für jeden Dienst einzigartig''' sein. Da sich viele Nutzer schwer tun, sich starke Passwörter zu merken, helfen '''Passwort-Manager''' dabei: Sie '''speichern alle Zugangsdaten''' sicher verschlüsselt und geben sie nur nach Eingabe eines '''Master-Passworts''' frei.

Diese Programme bieten oft zusätzliche Funktionen wie '''automatische Formularausfüllung''' und '''Sortierung der Einträge''' ''(z. B. nach E-Mail, Bankdaten)''. So müssen Nutzer sich nur noch ein einziges Passwort merken, um ihre gesamte Passwortsammlung zu verwalten und sicher auf ihre '''Online-Konten''' zuzugreifen.


Quelle: '''https://www.bild.de/digital/computer/security-software/diese-programme-sorgen-fuer-sicherheit-35170264.bild.html'''