AuK/Teile und Herrsche 1 WS13-14
Aus ProgrammingWiki
Wiki-Quelltext dieser Seite.
<language>Scheme</language>
Autoren:
* [mailto:s3darich@stud.hs-zigr.de Daniel Richter]
* [mailto:s3addank@stud.hs-zigr.de Adrian Danker]
== Vorbetrachtungen ==
=== Grundsätzliches ===
* Ein großes Problem wird in in kleinere Teilprobleme zerlegt (teile - divide).
* Teilprobleme werden einzeln gelöst (herrsche - conquer).
* Zusammensetzen der einzelnen Lösungen zu einer Gesamtlösung.
=== Beispiele allgemein und aus der Informatik ===
* Das Programmingwiki: Das große Problem der Veranstaltung Algorithmen wird aufgeteilt (Themen) und diese zerlegten Teilprobleme von einzelnen (Studenten) bearbeitet und gelöst(Referat). Am Ende werden die einzelnen Lösungen zusammengefügt und bilden die Lehrveranstaltung Algorithmen und Komplexität.
* Beim Sortieren: Es ist eine Gesamtliste L gegeben mit n Elementen, also $L = (e_{1}, e_{2},..., e_{n})$, welche nach der göße der Elemente Sortiert werden soll. Man teilt die Liste auf und sortiert die Teillisten nach der Größe und fügt die geortneten Listen in der richtigen Reihenfolge wieder zusammen.
=== Effizienzbetrachtung von Teile und Herrsche ===
Es wird erhofft das diese Technik effizienter ist als das Lösen des Gesamtproblems ohne es zu zerlegen.
Angenommen, ein Algorithmus $\mathcal{A}$ löst das Problem in $\mathcal{O}\left(n^{2}\right)$,d.h. mit $\mathit{T}_{\mathcal{A}}\left(n\right)\leq c\cdot n$. Für den Gesamtaufwand $\mathit{T}_{\mathcal{B}}$ eines Algorithmus $\mathcal{B}$, der beispielsweise drei dieser Probleme der Größe $\frac{n}{2}$ mittels Prozedur $\mathcal{A}$ bearbeitet, um die Teillösungen anschließend mit dem Aufwand in $\mathcal{O}\left(n\right)$ zusammenzufügen, gilt damit: <br /> <br />
<math>
\begin{array}{ccl}
T_B \left( n \right) & = & 3 \cdot T_A \cdot\left(\left\ \lceil\frac{n}{2}\right\ \rceil \right) + d \cdot n\\\\
& \leq & 3 \cdot c \cdot \left( \frac{n+1}{2}\right) ^2 + d \cdot n\\\\
& \leq & 3 \cdot c \cdot \left( \frac{n+1}{2}\right) \left( \frac{n+1}{2}\right) +d \cdot n\\\\
& \leq & 3 \cdot c \cdot \left( \frac{n^2 + 2n + 1}{4}\right) + d \cdot n\\\\
& \leq & 3 \cdot c \cdot \left( \frac{n^2}{4} + \frac{2n}{4} + \frac{1}{4}\right) + d \cdot n\\\\
& \leq & \frac{3cn^2}{4} + \frac{6cn}{4} + \frac{3c}{4} + d \cdot n\\\\
& \leq & \frac{3}{4}cn^2 + \frac{3}{2}cn + \frac{3}{4}c + d \cdot n\\\\
& \leq & \frac{3}{4}cn^2 + \left(\frac{3}{2}c + d\right) \cdot n + \frac{3}{4} c\\\\
\end{array}
</math>
== Binäres Suchen ==
Wann immer ein Gegenstand oder eine Information gesucht werden muss, gibt es verschiedene Herangehensweisen. Um einen Eintrag im Duden oder eine Abfahrtszeit im Bahnfahrplan zu finden, kann durch einen Vergleich der vorangehenden oder nachfolgenden Einträge bereits nach einem Ausschlussverfahren vorgegangen werden. Hierbei handelt es sich allerdings schon um "sortierte Listen".
Sucht man dagegen etwas in einer "unsortierten Liste", wie etwa eine Schraube in einer "Restekiste" mit diversen Schrauben, prüft man elementeweise, ob das gesuchte Element (die Schraube) in der Liste (die Schraubenrestekiste) vorhanden ist. Ist im ungünstigsten Fall die gesuchte Schraube das letzte Element, ist der Aufwand $\mathcal{O}(n)$. Entsprechend hat die Suche einen linearen Aufwand und ist für besonders große Listen (Nadel im Heuhaufen) nicht zu empfehlen. Implementiert in Scheme würde eine solche Suche folgendermaßen aussehen:
<code id="5262527deaa5b">(define lineareSuche
(lambda (l liste)
(cond
((null? liste) "Element ist nicht in der Liste enthalten")
((= l (car liste)) "Das Element ist in der Liste enthalten")
(else
(lineareSuche (cdr ls))))))</code>
<run id="5262527deab0d">(lineareSuche 42 '(99 13 41 88 10 1 77 42 58 34 81 18 27))</run>