BuK/IIm11/BuK-KA-UTM

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<language>XSLT</language>
= Deutschmann, Horbach =
== Aufgabenstellung ==
Mithilfe von kfg Edit aus ATOCC soll zuerst die Sprache der TM-Codierungen durch die Grammatik $G$ definiert werden.

Anschließend soll eine Turingmaschine $M$ in Autoedit beschrieben und die Anwendung von $M$ auf verschiedene Eingabewörter simuliert werden.

Die TM $M$ soll danach mit $G$ codiert werden.

Aufbauend auf $G$ soll nun ein Compiler erstellt werden, der die Codierung von $M$ in eine von ATOCC lesbare Form (XML Dokument) kompiliert.

Die Aufgabenstellung dieser Kreativaufgabe ist [http://www.inf.hs-zigr.de/~wagenkn/TI/Berechenbarkeitstheorie/KA/thema05.pdf hier] zu finden. Nach Fertigstellung der Aufgabe soll der fertige Compiler im Compilerwiki hochgeladen und verlinkt sein.

Zur Erstellungszeit diser Wiki-Seiten war das Compilerwiki allerdings nicht verfügbar.

== Grammatik der TM-Codierungen ==
 G = (N, T, P, s)
 
 N = {TMcodierung, Trenner, Endzustaende, Delta, Uebergang, Kopfbewegung, L, R, N, Zeichen, Null, Eins, B, Zustand, Einsenfolge}
 T = {0, 1}
 P = {
    TMcodierung  -> Delta Trenner Endzustaende 
    Trenner      -> 0 0 
    Endzustaende -> Zustand 0 Endzustaende 
                  | Zustand 
    Delta        -> Uebergang 0 Delta | Uebergang 
    Uebergang    -> Zustand 0 Zeichen 0 Zustand 0 Zeichen 0 Kopfbewegung 
    Kopfbewegung -> L | R | N 
    L            -> 1 
    R            -> 1 1 
    N            -> 1 1 1 
    Zeichen      -> Null | Eins | B 
    Null         -> 1 
    Eins         -> 1 1 
    B            -> 1 1 1 
    Zustand      -> Einsenfolge 
    Einsenfolge  -> 1 | 1 Einsenfolge 
 }
 s = TMcodierung

== Die Turingmaschine M ==
Als Beispiel soll die Turingmaschine M mit folgender Definition dienen:

$M = (\{q_0, q_1, q_2\}, \{0, 1\}, \{\$, 0, 1\}, \delta, q_0, \$, \{q_0, q_1\})$

[[Bild:Fdeutschmann_BeispielTMTransitiontable.gif]]

=== Simulation der TM ===
Die Turingmaschine stoppt für folgende Wörter:
* $\epsilon$
* 0
* 1
* 0101010110

Die Turingmaschine stoppt in einem Nicht-Endzustand für die Wörter:
* 11
* 111
* 1111

Die Turingmaschine stoppt nicht für:
* 10

=== Kodierung der TM ===
Die Turingmaschine soll nun unter Verwendung der folgenden Kodierungsregeln per Hand kodiert werden:

{| cellpadding="6" cellspacing="0" border="1"
|'''Symbol'''
|'''Kodierung'''
|-
|0
|1
|-
|1
|11
|-
|B
|111
|-
|$q_0$
|1
|-
|$q_1$
|11
|-
|$\vdots$
|$\vdots$
|-
|$q_n$
|$1^{n+1}$
|-
|L
|1
|-
|R
|11
|-
|N
|111
|}

 (q0,1) = (q1,1,R)
 1 0 11 0 11 0 11 0 11


 (q1,0) = (q0,0,L)
 11 0 1 0 1 0 1 0 1


 (q1,1) = (q2,1,R)
 11 0 11 0 111 0 11 0 11


 (q2,1) = (q0,1,L)
 111 0 11 0 1 0 11 0 1

Fasst man nun die einzelnen Kodierungen zusammen ergibt das die folgenden Teilkodierung:
 1011011011011 0 1101010101 0 110110111011011 0 1110110101101

Für eine vollständige Kodierung fehlen noch die Endzustände, welche durch den Trenner (00) abgetrennt werden:
 Endzustände:
 1 0 11
 
 Turingmaschine (gesamt):
 1011011011011 0 1101010101 0 110110111011011 0 1110110101101 00 1 0 11

== Die Compiler-Zielsprache ==
Die Zielsprache des Compilers ist die AtoCC-Repräsentation einer Turingmaschine (d.h. ein XML-Dokument für Autoedit).
Der Hinweis im Aufgabenblatt ist sehr wichtig. Demnach muss man die Regel $\text{Trenner}$ $\to$ $0$ $0$ streichen und dafür später im Scanner ein Token definieren.

Die reduzierte Grammatik ist dann wie folgt: 

 G = (N, T, P, s)
 
 N = {TMcodierung, Trenner, Endzustaende, Delta, Uebergang, Kopfbewegung, L, R, N, Zeichen, Null, Eins, B, Zustand, Einsenfolge}
 T = {0, 1}
 P = {
    TMcodierung  -> Delta Trenner Endzustaende 
    Endzustaende -> Zustand 0 Endzustaende 
                  | Zustand 
    Delta        -> Uebergang 0 Delta | Uebergang 
    Uebergang    -> Zustand 0 Zeichen 0 Zustand 0 Zeichen 0 Kopfbewegung 
    Kopfbewegung -> L | R | N 
    L            -> 1 
    R            -> 1 1 
    N            -> 1 1 1 
    Zeichen      -> Null | Eins | B 
    Null         -> 1 
    Eins         -> 1 1 
    B            -> 1 1 1 
    Zustand      -> Einsenfolge 
    Einsenfolge  -> 1 | 1 Einsenfolge 
 }
 s = TMcodierung

Nachdem aus dieser Grammatik ein Compiler exportiert wurde, kann man nun im VCC ein Token für $0$ $0$ definieren. Das behebt das Shift-Reduce Problem.

Die XML-Struktur des Zieldokumentes entspricht nach Weglassen von Zusatzinformationen dem folgenden Aufbau:

<code id="519b0ccb43b57"><?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
<AUTOMATON>
	<TYPE value="TM"/>
	<ALPHABET>
		<ITEM value="0"/>
		<ITEM value="1"/>
	</ALPHABET>
	<TAPEALPHABET>
		<ITEM value="$"/>
		<ITEM value="0"/>
		<ITEM value="1"/>
	</TAPEALPHABET>
	<STATE name="q_0" finalstate="true">
		<TRANSITION target="q_1">
			<LABEL read="1" direction="RIGHT" write="1" />
		</TRANSITION>
	</STATE>
	<STATE name="q_1" finalstate="true">
		<TRANSITION target="q_0">
			<LABEL read="0" direction="LEFT" write="0" />
		</TRANSITION>
		<TRANSITION target="q_2">
			<LABEL read="1" direction="RIGHT" write="1" />
		</TRANSITION>
	</STATE>
	<STATE name="q_2" finalstate="false">
		<TRANSITION target="q_0">
			<LABEL read="1" direction="LEFT" write="1" />
		</TRANSITION>
	</STATE>
	<INITIALSTATE value="q_0" />
	<TAPEINITIALCHAR value="$" />
</AUTOMATON></code>

Die entfernten Elemente befinden sich im LAYOUT-Block. Innerhalb dieses Blockes stehen Angaben zum Simulationsinput, zur Darstellung des Übergangsgraphen und zur verwendeten Schriftart. Diese Angaben sind nicht Bestandteil der durch $G$ definierten Sprache und somit werden sie nicht benötigt. AtoCC kann mit dem Fehlen der Angaben umgehen, da es Vorgabewerte verwendet.

== Der Compiler ==
Der Compiler wurde mithilfe von kfg Edit für VCC exportiert. In VCC folgten die Einstellungen für einen Java-Compiler und LALR(1) für den Parsertyp. Anschließend wurde das Token für die entfernte Trenner-Regel angelegt.

= sitosalz =
== Aufgabenstellung ==

TM-Codierung: kfG und Compiler in AtoCC-TM-Repräsentation (als Zielsprache)
* Anleitung: s. [http://www.inf.hs-zigr.de/~wagenkn/TI/Berechenbarkeitstheorie/KA/thema05.pdf Aufgabenblatt]
* Compiler im Compilerwiki und von ProgrammingWiki aus verlinken

== Grammatik ==

Verwenden Sie kfG Edit aus AtoCC, um die folgende kontextfreie Grammatik $G$ für die Sprache der TM-Codierungen zu definieren. $G = (N, T, P, s)$

 G = (N, T, P, s)

 N = {TMcodierung, Trenner, Endzustaende, Delta, Uebergang, Kopfbewegung, L, R, N, Zeichen, Null, Eins, B, Zustand, Einsenfolge}
 T = {0, 1}
 P = {
   TMcodierung  -> Delta Trenner Endzustaende 
   Trenner      -> 0 0 
   Endzustaende -> Zustand 0 Endzustaende 
                 | Zustand 
   Delta        -> Uebergang 0 Delta | Uebergang 
   Uebergang    -> Zustand 0 Zeichen 0 Zustand 0 Zeichen 0 Kopfbewegung 
   Kopfbewegung -> L | R | N 
   L            -> 1 
   R            -> 1 1 
   N            -> 1 1 1 
   Zeichen      -> Null | Eins | B 
   Null         -> 1 
   Eins         -> 1 1 
   B            -> 1 1 1 
   Zustand      -> Einsenfolge 
   Einsenfolge  -> 1 | 1 Einsenfolge 
 }
 s = TMcodierung

== Beispiel-Turingmaschine ==

Als Beispiel wird eine Turingmaschine $ M = (\{q_0, q_1, q_2\}, \{0, 1\}, \{\$, 0, 1\}, \$, q_0, \$, \{q_0, q_1\}) $ mit folgender Übergangstabelle


{|| border="1" cellpadding="5" cellspacing="0"
!$\delta$
!$\$$
!0
!1

|-
||$q_0$||-||-|| $(q_1,1,R)$
|-
||$q_1$||-||$(q_0,0,L)$||$(q_2,1,R)$
|-
||$q_2$||-||-||$(q_0,1,L)$
|}


betrachtet. Die Übergangstabelle wird in AutoEdit (aus AtoCC) überführt und als Automatentyp '''TM''' ausgewählt.

Anschließend wird folgender Übergangsgraph für die Beispiel-Turingmaschine in AtoCC angezeigt:


[[Bild:Sirorose_Bildschirmfoto_2012-05-03_um_19.32.33.png]]

=== Simulation der TM ===

Im nächsten Schritt werden Wörter $w$ für die TM simuliert.

=== Kodierung ===

In der folgenden Tabelle sind die Kodierungen, welche sich aus der Grammatik $G$ ergeben, für die Beispiel-Turingmaschine ersichtlich.


{| border="1" cellpadding="5" cellspacing="0"
!Symbol
!Kodierung	
|-
|| 0 || 1
|-
|| 1 || 11
|-
|| $q_0$ || 1
|-
|| $q_1$ || 11
|-
|| $q_2$ || 111
|-
|| L || 1
|-
|| R || 11
|-
|| N || 111
|-
|}

 $\delta(q_0,1) = (q_0,1,R) \mathrel{\widehat{=}} 1011011011011\text{   0}$ 
 $\delta(q_1,0) = (q_0,0,L) \mathrel{\widehat{=}} 1101010101\text{   0}$ 
 $\delta(q_1,1) = (q_2,1,R) \mathrel{\widehat{=}} 110110111011011\text{   0}$ 
 $\delta(q_2,1) = (q_0,1,L) \mathrel{\widehat{=}} 1110110101101\text{   00}$ 

 Endzustände:    1011


Anhand der vorgegebenen Kodierungvorschrift ergibt sich folgendes Wort für die Turing-Maschine:

101101101101101101010101011011011101101101110110101101001011

== Dateien ==

<document>Sitosalz_UTM.zip</document>

== Compiler ==

Verwenden Sie kfG Edit aus AtoCC, um die folgende kontextfreie Grammatik G fur die Sprache der TM-Codierungen zu definieren. G = (N; T; P; s)

Verwenden Sie VCC, um einen entsprechenden Compiler zu beschreiben und zu erzeugen.
Wenden Sie diesen Compiler auf die TM-Kodierung von M an und überprüfen Sie, ob die ursprüngliche Maschine  M (in Auto Edit) entsteht.

http://www.michael-hielscher.de/compilerwiki/index.php/CompilerBuK_TM